Heiligenhaus: Neue Sammelstelle für Sperrmüll kommt

Heiligenhaus : Neue Sammelstelle für Sperrmüll kommt

Von Herbst an soll die Grünannahmestelle auch als Abgabeort für kleine Mengen Sperrmüll dienen. Die Verwaltung prüft, wie das geht.

Die verwalltungsinternen Prüfungen und Vorabberechnungen laufen noch, aber der Rat hat sich grundsätzlich auf ein neues Konzept für die Sperrmüllabfuhr geeinigt. Von Herbst an sollen in der städtischen Grünannahmestelle Kleinstmengen Sperrmüll abgegeben werden können. Kostenlos. Die zuständige Fachbereichsleiterin Kerstin Ringel muss Details noch mit Kreis und Bezirksregierung klären. Sie sieht aber, wie sie unserer Redaktion sagte, vorab keine unüberwindlichen Hindernisse auf sich zukommen.

Der Hintergrund: Seit dem 1. Januar 2018 können Heiligenhauser ihren Sperrmüll nicht mehr nach Velbert bringen. Denn in der Nachbarstadt werden die Kosten über die Abfallgebühren der Velberter Bürger gedeckt. Das heißt nicht, dass es keine Kooperation mit Velbert mehr gibt. Bereits seit 2006 – so heißt es in den Ratsunterlagen – besteht eine Vereinbarung mit der Stadt Velbert, wonach auch Heiligenhauser Bürger auf dem Velberter Wertstoffhof Elektromüll abgeben können. Möglichkeiten zur Entsorgung von Schrott sind ebenfalls ohne weiteres im näheren Umkreis zu erreichen.

Überdies wurde mittlerweile der Auftrag an den städtischen Entsorger zur Einrichtung der Online-Sperrgutanmeldung erteilt. Mit dieser Anmeldung entfällt für die Heiligenhauser, die das Kartensystem nicht mehr nutzen wollen, die Gebühr in Höhe von 7,50 Euro und die Terminvergabe erfolgt schneller als bisher. Die Suche der Verwaltung nach weiteren Entsorgungsmöglichkeiten beschränkte sich daher ausschließlich auf den brennbaren Restsperrmüll. „Die Recherchen haben nun ergeben, dass auf der städtischen Grünannahmestelle neben den Containern für Bauschutt und Grünabfällen auch ein weiterer Container für brennbaren Sperrmüll aufgestellt werden könnte. Da die zur Verfügung stehenden Flächen für das Aufstellen und Befüllen von Containern an der Grünannahmestelle begrenzt sind und dieser zusätzliche Service auch nur für die Entsorgung von Kleinmengen vorgehalten werden soll, sollte eine Mengenbegrenzung von einem Kubikmeter je Annahmevorgang festgelegt werden.

Zur Annahme von weiteren Abfällen bzw. Wertstoffen an der Friedhofsallee ist eine Erweiterung der Erlaubnis zum Betreiben der Grünannahmestelle erforderlich. „Inwieweit hier weitere Anforderungen an die Qualifikation der dortigen Mitarbeiter gestellt werden, kann nicht abschließend beurteilt werden. Es ist aber durchaus möglich, dass hierdurch oder durch weitere Auflagen noch zusätzliche Mehrkosten entstehen“, heißt es weiter. Die anfallenden Mehrkosten werden über die Müllabfuhrgebühren umgelegt, so dass für die Sperrgutabgabe vor Ort, anders als bei Bauschutt und Grünschnitt, keine Extragebühr entrichtet werden muss. Abhängig von der nötigen neuen Betriebserlaubnis muss die Müllabfuhrsatzung geändert werden, da diese für Sperrmüll nur ein Holsystem vorsieht. Das Bringsystem sowie die Regelungen zur Begrenzung der Annahmemenge gehören in eine neue Satzung.

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