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Radevormwald: Stadt will prüfen, ob Schulen mehr Luftfilter kriegen

Corona-Bekämpfung in Radevormwald : Mehr Luftfilter für die Schulen?

Die Stadt Radevormwald will prüfen, ob es noch Fördermöglichkeiten für neue Luftfilter in den Schulen gibt. Bislang wurden nur 27 Geräte angeschafft und die Vorgaben des Landes machen es schwer.

Können die Schulen in Radevormwald mit mehr Luftfiltern ausgestattet werden? Die CDU-Fraktion in Radevormwald hatte einen Antrag gestellt, die Fördermöglichkeiten von Bund und Land zu nutzen und so viele Geräte wie möglich für die Schulen der Stadt zur Verfügung zu stellen.

Jürgen Funke, der Leiter des Schulamtes, versprach in der Sitzung des Schulausschusses am Dienstag, dass die Verwaltung alle Möglichkeiten nutzen werde, die Förderung zu erhalten. Allerdings lässt die Richtlinie des Landes, die inzwischen aktualisiert wurde, nur einen gewissen Spielraum. „Die Luftfilter sollen nur in Räumen eingesetzt werden, in denen es nicht möglich ist, mit offenen Fenster stoßzulüften.“ Das sei etwa der Fall, wenn Fenster nur „auf Kipp“ gestellt werden könnten. Alle 20 Minuten soll in den Klassenräumen ein gründliches Stoßlüften durchgeführt werden, so lautet die Vorschrift.

Eine Überprüfung in den Schulen habe allerdings gezeigt, dass die Fenster fast überall problemlos geöffnet werden können, damit können die Geräte nicht gefördert werden. Theoretisch könnte die Stadt zwar eigenhändig die Geräte erwerben, erklärt Jürgen Funke unserer Redaktion. „Aber wir reden hier von 200 Räumen und von rund 2000 Euro pro Gerät. Wie teuer das werden würde, kann man sich selber ausrechnen.“ Das könne die Stadt nicht finanzieren.

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Es gibt jedoch Räume, bei denen möglicherweise noch möglich ist, die Fördervoraussetzungen zu erfüllen. „Wir werden jetzt noch einmal prüfen, inwiefern Mensen unter diese Kategorie fallen. Denn in eine Mensa kann ja auch fallweise unterrichtet werden.“ Ein Sonderfall seien auch Computerräume, wo wegen der Anordnung der Apparate ein Öffnen der Fenster, wie es zum Stoßlüften eigentlich nötig ist, oftmals nicht möglich sei.

Die Radevormwalder Verwaltung hatte bereits im Januar den Schulen 27 Luftfilter zur Verfügung gestellt, davon seien 15 öffentlich gefördert worden. Dabei hatte die Stadt für die Mensen, weil dort die Schülerinnen und Schüler zum Essen logischerweise die Masken abnehmen müssen, die Geräte eigenhändig finanziert. Auch Trennwände wurden auf städtische Kosten angeschafft.