Wochenendtipps für Neuss: Kulturoffensive mit Theater und Musik

Wochenendtipps für Neuss : Geballte Kulturoffensive mit Theater und Musik

Die Sommerpause ist endgültig vorbei, sehnsüchtig erwartet von allen Kulturfreunden, startet jetzt das Rheinische Landestheater, kurz RLT, in die neue Spielzeit.

Besondere Akzente werden dabei direkt an den ersten Abenden gesetzt, beispielsweise mit der deutschsprachigen Erstaufführung „Streichholzschachteltheater 10+“. Von Michael Frayn verfasst, heimste der Autor als Meister des britischen Humors viel Lob ein. Auf unterschiedlichen Kommunikationsebenen treffen im Stück diverse Persönlichkeiten vom nachtaktiven Bühnenarbeiter, Ehebrecher und Politiker auf Journalisten, Viel-Telefonierer und Logorrhoe-Patienten aufeinander. Komödiantisch und pointiert werden in der Inszenierung (Samstag, 14. September, 20 Uhr, RLT-Schauspielhaus, Oberstraße 95) in etwa 30 witzigen Unterhaltungen sprachliche Ungenauigkeiten und Verrenkungen erzählt, Missverständnisse inklusive. Diese Dialoge wechseln zwischen purem Klamauk und hintergründiger Philosophie, sind absurd, grotesk und lustig und ein Muss für alle, die gut erzählte Sketche lieben.

Ein Konzert mit dem Titel „Fields of Gold“ in der Langen Foundation Neuss (Raketenstation Hombroich) gibt im Rahmen des Niederrheinischen Musikfestivals die Vokalformation „Singer Pur“. Eines ihrer musikalischen Vorbilder ist der weltberühmte Sänger, Komponist, Dichter und Gitarrist Sting als herausragende Musikergestalt. „Singer Pur“ ist dem Charme des Liedermachers und seiner poetisch-berührenden Texte erlegen. Im Konzert Samstag, 14. September, 19 Uhr, stellen sie das Programm ihrer CD vor, auf der sie Stings Lieder mit thematisch verwandten, stilistisch unterschiedlichsten Vokal-Stücken konfrontieren und damit eine Hommage an einen großen Musiker schaffen.

Und auch die Jüngsten werden zum Auftakt der Saison mit einer Premiere bedacht. „Vatermutterkind“ heißt das Stück, mit dem das RLT Sonntag, 15. September, 15 Uhr, Zuschauer ab vier Jahren begeistern will. Die Geschichte handelt von zwei Fantasiefiguren, die ein Kügelchen finden – aus dem eines Tages ein Mensch schlüpft. Natürlich fällt den beiden irgendwann auf, dass die Eltern ganz anders ausschauen als das Kind. Und so beginnt eine Reise zu Schwänen, Vögeln, Schnecken und Fischen, um zu sehen, in welchen familiären Strukturen sie leben und festzustellen, dass es nicht ein einziges, allgemeingültiges Familienmodell gibt.

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