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Kommentar: Neue Partei legt Fehlstart hin

Kommentar : Neue Partei legt Fehlstart hin

Die Alternative für Deutschland hat sich in Neuss schon kurz nach der Wahl selbst diskreditiert. Keine drei Tage ist die Wahl her, bei der AfD-Spitzenkandidat Günter Weinert noch davon träumte, Teil der Koalition von CDU und FDP zu werden, da diese ohne weitere Stimmen keine eigene Mehrheit mehr bilden kann.

Es wird ein Traum bleiben. Denn die Union hält sich an die Vorgaben von Kanzlerin Angela Merkel: Ein Bündnis mit der AfD wird kategorisch ausgeschlossen. Es ist die richtige Entscheidung, schließlich weiß die CDU durch die Zusammenarbeit mit der FDP, wie schwierig es ist, einen Partner zu haben, auf den nicht immer Verlass ist. Sich eine Querulanten-Partei wie die AfD ins Boot zu holen, wäre ein Fehler gewesen, zumal die Union innerparteilich genug Probleme zu meistern hat, etwa im Umgang mit dem selbst ernannten Bürgermeister-Kandidaten Sebastian Rosen.

Fest steht, dass der "Polit-Neuling" AfD seinen Vertrauensvorschuss schon jetzt verspielt hat. Markige Sprüche sind eben nicht alles. Es muss auch etwas dahinter stecken. Und wenn das nur Streitigkeiten sind, lässt sich damit für die Stadt nichts bewegen. Hanna Koch

(NGZ)