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400 Menschen bei Trauerfeier: Ermordete Jobcenter-Mitarbeiterin aus Neuss beerdigt

400 Menschen bei Trauerfeier : Ermordete Jobcenter-Mitarbeiterin aus Neuss beerdigt

Die ermordete Jobcenter-Mitarbeiterin Irina N. (32) aus Neuss ist am Freitagvormittag auf einem Friedhof in Düsseldorf-Unterrath beerdigt worden. Rund 400 Menschen hatten sich während der Trauerzeremonie vor der Friedhofskapelle versammelt.

Die Beerdigung der am 26. September ermordeten Jobcenter-Mitarbeiterin Irina N. war am Freitag ein Magnetpunkt für zahlreiche Menschen. Rund 400 Personen hatten sich vor der Kapelle versammelt. Weit mehr als in die Kapelle (etwa 30 Plätze) reinpassen. Mit Lautsprechern wurde die Trauerzeremonie auf den Vorplatz übertragen. Polizei und Ordnungsamt riegelten den Zugang zum Friedhof ab, um Kamerateams und Fotografen fernzuhalten.

Neben Pfarrer Olaf Schaper und Rabiner Aharon Ran Vernikovski sprach während der Zeremonie auch Peter Clever, Vorsitzender des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit, zu Ehren des Opfers. "Mitarbeiter wie Irina N. Kann man sich nur wünschen. Sie hat einen Migrationshintergrund und hat die Arbeitslosigkeit am eigenen Leib erlebt. Sie hätte Karriere bei der Arbeitsagentur gemacht."

Die 32-Jährige mit kasachischen Wurzeln war am 26. September nach einer Messerattacke ums Leben gekommen. Ein 52-Jähriger Mann hatte sie im Jobcenter angegriffen. Irina N. Hinterlässt einen Mann und einen Sohn. Der Täter ist ein dreifacher Familienvater, der bis zur Tat mit seiner Lebensgefährtin in Neuss wohnte.

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