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Polizei verhängt 600 Verwarngelder nach Schwerpunkt-Kontrollen

Raser und Tuning-Szene in Neuss : Polizei verhängt 600 Verwarngelder nach Schwerpunkt-Kontrollen

Die Neusser Polizei hat am Wochenende Schwerpunkteinsätze zur Bekämpfung der illegalen Tuning- und Raserszene gemacht. Es gibt vier Strafanzeigen, mehr als 60 Ordnungswidrigkeiten-Anzeigen, über 600 Verwarngelder und acht Fahrverbote.

(NGZ) Außerdem wurden zehn Fahrzeuge sichergestellt und eine Führerscheinbeschlagnahme.

Am Samstag fiel den Beamten die unsichere Fahrweise eines 37 Jahre alten Neussers auf, der mit seinem VW in Slalomfahrt mehrere Fahrzeuge überholte. Dabei fuhr er mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit. Es stellte sich heraus, dass der Fahrer unter dem Einfluss von Cannabis und Amphetamin sowie diverser Medikamente unterwegs war. Dem Mann wurde eine Blutprobe entnommen. Zudem wurde sein Führerschein beschlagnahmt und ein Strafverfahren eingeleitet. Am Sonntag kontrollierten die Beamten einen Düsseldorfer (24), der mit seinem Mercedes in der Innenstadt unterwegs war. Er führte sein Auto ebenfalls unter dem Einfluss von Cannabis. Ihm wurde eine Blutprobe entnommen und die Weiterfahrt untersagt. Ein Bußgeldverfahren wurde eingeleitet.

Beamte überprüften zudem 50 Fahrzeuge auf technische Mängel und unzulässige Veränderungen. Bei 16 Personenwagen war aufgrund von technischen Veränderungen die Betriebserlaubnis erloschen, zehn Autos wurden zur Erstellung eines technischen Gutachtens sichergestellt. Die genauen Veränderungen an den Kraftfahrzeugen werden durch gerichtsverwertbare Sachverständigengutachten festgestellt. Neben den zu erwartenden Bußgeldern werden die Besitzer auch deren Kosten sowie die Abschleppgebühren zahlen müssen. Alle illegalen technischen Veränderungen müssen in einen ordnungsgemäßen Zustand zurückgebaut werden.

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Die Polizei weist in diesem Zusammenhang darauf hin, dass getunte Fahrzeuge verstärkt kontrolliert werden. Aufgrund der Gefährdungen, die von nicht fachgerecht vorgenommenen Fahrzeugveränderungen ausgehen, werde die Polizei „bei Verstößen in jedem Fall konsequent einschreiten“. Die Beamten kontrollierten an beiden Tagen ebenfalls mit jeweils zwei Geschwindigkeitsmessanlagen im Bereich der Innenstadt. Bei der Auswahl der Standorte wurden laut Polizei Anwohnerbeschwerden berücksichtigt. An den Kontrolltagen stellten die Kräfte 620 Geschwindigkeitsverstöße fest und ahndeten 23 weitere Verkehrsverstöße.