Für den Bundeswettbewerb der Dörfer will Schaephuysen nachlegen.

Rheurdt : Schaephuysen feiert Gold und plant nächsten Coup

Ein Feuerwehrauto mit Lautsprecherdurchsagen rollte am Sonntagmittag durch Schaephuysen und Rheurdt. So erfuhren viele Bürger unmittelbar, dass es beim Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ Gold gegeben hatte – verbunden mit dem Auftrag, NRW im kommenden Jahr auf Bundesebene zu vertreten.

In der Gaststätte Hauser ließ jene Delegation den Sieger-Sonntag ausklingen, die zur Ergebnisverkündung nach Bad Sassendorf gefahren war. „Das war eine überaus spannende Angelegenheit“, sagte Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen, der natürlich mitgefahren waren. Als Schaephuysen nicht unter den zunächst verlesenen Bronze-Kandidaten war, stiegen bei den Repräsentanten der Gemeinde Puls und Aufmerksamkeit. Auch der Silberrang verstrich, ohne dass die Gemeinde erwähnt wurde. Kleinenkuhnen sagte es halblaut und spontan: „Wenn wir nicht wegen Doping disqualifiziert wurden, gehören wir zu den fünf Landessiegern.“

So war es. Aus dem Jammertal des Jahres 2015 hatten sich die Schaephuysenen selbst herausgearbeitet. Als der Beschluss zum Umzug der Grundschule nach Rheurdt fiel und sowohl Sparkasse als auch Volksbank ihre Filialen schlossen, da gab es zahlreiche Abgesänge auf den Sprengel. „Viele hatten Angst, dass Schaephuysen nun zur reinen Schlafstatt werden würde. Andere aber haben sich auf die vorhandenen Stärken besonnen und diese ausgebaut“, erinnert sich Kleinenkuhnen.

Ihm ist wichtig: „Das kam alles aus der Bürgerschaft.“ So soll es auch mit Blick auf den Bundeswettbewerb bleiben. Die Gemeinde werde die Initiativen wie bisher unterstützen. Bei der Siegesfeier am Sonntag wurde bereits intensiv über ein Bundesprojekt nachgedacht, das die dann noch einmal kritischere Jury überzeugen soll. Fest steht: Es soll bei der Schaephuysener Mischung aus Tradition und Zukunft bleiben.

(dne)