Rheurdt: WLAN-Netz per Straßenlaterne: Rheurdt plant für die Zukunft

Rheurdt : WLAN-Netz per Straßenlaterne: Rheurdt plant für die Zukunft

Derzeit arbeitet die Gemeinde mit dem Verein Freifunk zusammen. Doch erwägt man nun, LED-Straßenlaternen mit eingebauten Routern aufzustellen.

Die Verwaltung der Gemeinde Rheurdt erwägt, die Versorgung mit freiem WLAN in den Ortschaften Rheurdt und Schaephuysen auf neue Füße zu stellen. "Wir arbeiten bislang mit dem Verein Freifunk zusammen, der für uns zehn Router im Gemeindegebiet programmiert hatte", erklärt Bürgermeister Klaus Kleinenkuhnen. Die Signale sind dabei nicht verschlüsselt. Auch in der Nachbarstadt Neukirchen-Vluyn gibt es seit geraumer Zeit eine Kooperation mit dem Verein Freifunk.

Doch hat man im Rheurdter Rathaus nun Pläne entwickelt, die WLAN-Versorgung noch effizienter zu machen. Interessanterweise könnte dies gemeinsam mit einer anstehenden Erneuerung der Straßenleuchten geschehen. "Die Firma Innogy hat eine LED-Leuchte entwickelt, die an der Spitze mit einem Router ausgestattet ist", erläutert der Bürgermeister. "Im unteren Bereich der Laterne gibt es einen Anschluss, um E-Bikes oder -Autos aufzuladen."

Die Möglichkeit, solche Multifunktionsleuchten aufzustellen, soll im Rahmen von künftigen Arbeiten am Bürgersteig der Rathausstraße gewährleistet werden. Bei diesen Maßnahmen sollen entsprechende Kabel verlegt werden. Wie viele dieser Straßenleuchten dann letztlich in der Ortschaft aufgestellt werden sollen, müsse noch geklärt werden. so der Rathauschef.

"Was die WLAN-Versorgung in Schaephuysen betrifft, müssten wir uns Alternativen überlegen", sagt Kleinenkuhnen. Es gebe beispielsweise die Möglichkeit, die genannten Router an anderen Laternen zu befestigen. Wenn diese Pläne, die bislang noch nicht in den politischen Gremien diskutiert worden sind, umgesetzt werden, könnten die Einwohner im Ökodorf kostenlos und flächendeckend ein WLAN-Netz nutzen. Ein solches Angebot für die Bürger sei zweifellos die Zukunft, meint der Bürgermeister. Und er verweist auf die Pläne engagierter Schaephuysener Bürger, im Rahmen der Dorfentwicklung einzelne Gebäude im Ort mit QR-Codes zu markieren. So würden dann beide Maßnahmen ineinander greifen.

In Nörvenich im Kreis Düren wurde eine solche LED-WLAN-Stromspende-Lampe bereits im vergangenen Jahr aufgestellt, installiert durch die RWE-Tochter Innogy. Allerdings zeigte sich, dass es heutzutage nicht so leicht ist, jeden Bürger zufriedenzustellen. Laut einem Bericht der "Aachener Zeitung" über die neue Wunderleuchte beschwerten sich bald Einwohner darüber, dass die Lampe "zu hell" sei.

(s-g)
Mehr von RP ONLINE