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Großes Schützenfest zum 550-jährigen Bestehen in Nettetal-Lobberich

Brauchtum in Nettetal : Das große Schützenfest zum 550-jährigen Bestehen in Lobberich

Die St.-Sebastianus- und St.-Marienbruderschaft Lobberich feierte am Wochenende ihr 550-jähriges Bestehen — mit 600 Schützen aus dem Bezirksverband, einem großen Festumzug, einem Festbankett und 10.000 Röschen.

Ein Festbankett hat die St.-Sebastianus- und St.-Marienbruderschaft Lobberich zu ihrem 550-jährigen Bestehen im Festzelt des Ingenhovenparks ausgerichtet. Die Tonscherben, der Chor der Alten Kirche St. Sebastian Lobberich, begleiteten den Festakt. Thomas Sternberg, ehemaliger Vorsitzender des Zentralkomitees der Deutschen Katholiken, hielt die Festrede: Die Bruderschaften seien immer mehr gefordert, weil es weniger Priester gibt. Er zeichnete den Übergang vom Mittelalter zum heutigen Stand der Bruderschaften in der Gesellschaft nach. „Wir haben zum Jubiläumsschützenfest drei Minister in unseren Reihen“, sagte 1. Brudermeister Bastian Beckers ganz stolz. Neben ihm und Richard Hellmann kam noch ein dritter Minister hinzu. NRW-Finanzminister Marcus Optendrenk (CDU), der zum Lobbericher Zug der schwarzen Männer Grenadiere gehört, überreichte zum 550-jährigen Bruderschaftsbestehen die NRW-Schützenehrenplakette. Diözesanbundesmeister Kurt Bongard übergab die Hochmeisterplakette des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften.

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Vor dem Sonntags-Festhochamt holten die Lobbericher Bruderschaftler ihren König Michael im vier Kilometer entfernten Dyck 40 unter Musik mit sechs Planwagen ab. In Lobberich herrschen britische Verhältnisse. „In Dyck, wo unser König wohnt, ist der Buckingham Palace und bei seinem Vater an der Wevelinghovener Straße ist Schloss Windsor“, erklärt Beckers.

Insgesamt rund 600 Schützen aus dem Bezirksverband Nettetal-Grefrath, die Dornbuscher und Musiker zogen zum Festumzug durch die Straßen Lobberichs. Mehrere Züge machten bei „Kaiserwetter“ zur Ehr’ des Jubiläums-Königs mit wie die Rettungswache (wo er Rettungsanitäter ist) mit DRK Nettetal, die KG Fidele Heide (wo er der Tanzgarde Blau-Weiß angehört), die Frauen des dritten und vierten Zuges und zu guter Letzt der Borussen-Fanclub „den Tuddel“.

Wegen der großen Wärme waren unterwegs Wasserstationen eingerichtet. „Wir haben Lobberich mit 10.000 Röschen bekränzt“, sagt Beckers. „Viele Zuschauer standen an der Strecke.“

Beim Königspaar Michael Thofondern und Anna Thofondern-Thelen dabei waren die Königskinder Melina und Amelie sowie beim Minister Bastian und Jennifer Beckers die Kinder Jasmin und Matthias. Der neue vierte Zug nennt sich die „Landwehr“. Sie trugen selbst angeschaffte schmucke Uniformen - die Bruderschaft half mit einem Zuschuss. Die Lobbericher Bruderschaft bedankte sich beim Heimatministerium NRW, das mit seinem Förderprogramm  die Vereine unterstützt.

(off)