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Bruderschaft feiert Jubiläums-Schützenfest in Nettetal-Lobberich

Fest geht bis 15. August : Lobbericher Schützen feiern jahrhundertelange Geschichte

Die Bruderschaft ist nicht nur stolz auf ihre Tradition, sondern in diesem Jahr auch auf ihr Festbuch. Derweil hat der König schon ein Lied für den Königstanz ausgesucht.

Den von Pandemie-Auflagen weitgehend freien Sommer 2022 nutzt die St.-Sebastianus- 1471 und St.-Marien-Bruderschaft 1516 Lobberich vom 11. bis 15. August, das 550-jährige Bestehen zu feiern – unter der Regentschaft des Königspaars Michael Thofondern und Anna Thofondern-Thelen. Ihnen zur Seite stehen die Ministerpaare Bastian und Jennifer Beckers sowie Richard Hellmann und Clara Paumen.

Bereits am Donnerstag, 11. August, errichten die Bruderschaftler den Prunkbaum an der Königsresidenz. Freitag beginnt um 19 Uhr die Party mit „Kölsche Adler“ und DJ (Eintritt frei) im Festzelt Ingenhovenpark. Am Samstag ist das Festbankett. Um 19.15 Uhr treffen sich die Bruderschaftler zum Zapfenstreich im Ingenhovenpark. Um 20 Uhr startet der Bürgerball mit der Band „2makes music&friends“. Am Sonntag beginnt um 11.15 Uhr das Hochamt in St. Sebastian. Der Jubiläumsfestzug geht ab 12.45 Uhr durch den Ortskern. Ab 14 Uhr ist Klompenball mit den „Heier Jonges“. Montag beginnt um 10 Uhr der Gedenkgottesdienst in der Alten Kirche. Um 18 Uhr ist der Festzug mit Parade vor dem alten Rathaus. Das Fest klingt um 20 Uhr mit dem Königsgalaball aus, es spielt „Saturn“.

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Zum 550-jährigen Bestehen hat die Bruderschaft eine Festschrift im DIN-A-4-Format mit 174 Seiten herausgegeben. „In diesem Jahr ist unser Festbuch etwas Besonderes geworden“, sagt Bastian Beckers. „Nie haben wir so viel Inhalt, so viele Seiten, so viele Unterstützer gehabt – aber auch nie so viel Arbeit.“ König Michael Thofondern hat das passende Lied für den Königstanz gefunden. Er wählte das Lied der Kölschen Band Cat Balou aus: „Oh wie schön – dich widder lache zo sinn“. „Ich finde, das Lied passt gut in unsere Zeit – und es passt auch zu uns“, sagt Thofondern, der auch  „Toffi“ genannt wird. Er ist auch der Piano-Man und da heißt es: „Wenn er zu später Stunde virtuos in die Tasten greift, überzeugt er mit Tiefgang von seinem musikalischen Talent“.

 Ein Blick auf die Kleidung von Königs- und Ministerpaaren des Jahres 1927 zeigt: Auch Traditionen verändern sich.
Ein Blick auf die Kleidung von Königs- und Ministerpaaren des Jahres 1927 zeigt: Auch Traditionen verändern sich. Foto: Bruderschaft Lobberich

Wie kam es zur St.-Sebastianus-Bruderschaft? Am 25. Juli 1471, am Festtag des Apostels Jakobus, wurde die Vikarie auf dem „Anthonius, Fabianus- und Sebastianusaltar“ in der Pfarrkirche gestiftet. Der Name der Bruderschaft wird nicht ausdrücklich erwähnt, er ist aber gleichbedeutend mit dem Namen des Altars. In allen folgenden Urkunden der nächsten 100 Jahre wird der Name mit Anthonius-Fabianus- und Sebastianus-Bruderschaft angegeben. Daher wurde das Gründungsjahr der Bruderschaft auf 1471 festgelegt.