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So waren die Highland-Games in Nettetal

Highland-Games in Nettetal : Männer, die mit Steinen schmeißen

Wenn Steine oder Baumstämme durch die Luft fliegen, weiß fast jeder in Nettetal, dass auf der Wiese am Kölsumer Weg die Highland-Games sind. Und dieses Jahr auch noch mit einer eigenen Weltmeisterin am Start.

Sylvana Bomholt hat den Titel bei den letzten Weltmeisterschaften gewonnen, weil niemand so gut im Steinstoßen oder Gewichtshochwurf war wie die Nettetalerin. Vor heimischem Publikum wollte sie natürlich auch den Titel in der Gesamtwertung des Fünfkampfes gewinnen. So wie in Kanada, wo sie unter anderem mit einem Weltrekord im Steinstoßen brillierte. Zu den Disziplinen der Highland Games zählen Gewichtsweitwurf, Steinstoßen, Hammerwurf, Gewichtshochwurf und Baumstammweitwurf.

Anstrengend sind die Disziplinen sowieso, aber bei Temperaturen von 30 Grad Celsius kamen die Teilnehmer, alle im traditionellen Kilt, besonders ins Schwitzen. Der Schottenrock aus Wolle wird bei den Wettkämpfen von allen Highlandern getragen. Auch wenn der eine oder andere den Kilt wahrscheinlich aufgrund der Hitze am Liebsten ausgezogen hätte.

Los ging es um 11 Uhr pünktlich mit den White Hackle Pipes and Drums, die die Spiele mit traditionellen schottischen Klängen aus Dudelsack und Trommeln eröffneten. Dann schnappte sich Jürgen Stickelbrock, Vorsitzender des Deutschen Highland-Games-Verbands das Mikrofon und kommentierte wortgewandt die Wettkämpfe. Von ihm erfuhren die Besucher dann interessante Details. So sind die Baumstämme bei den Männern 5,80 bis 6,20 Meter lang, die der Frauen bis 4,50 Meter.

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Neben dem Wettkampf der Highlander, gab es auch ein buntes Programm für die vielen Familien, die auf die Wiese am Kölsumer Weg gekommen waren. Der Erlös der Veranstaltung wird gespendet, versprach Vereinsvorsitzender Markus Vortriede. „Es ist echt der Hammer, was hier los war“, so Vortriede. Die meisten Besucher blieben den ganzen Nachmittag bis nach der Siegerehrung. Zwei Jahre waren die Spiele aufgrund von Corona ausgefallen. Jetzt hatten die Lobbericher noch mehr Lust auf Schottenröcke und fliegende Baumstämme. Jürgen Stickelbrock und Markus Vortriede hoffen jetzt, dass sich bald noch mehr interessierte Sportler dem Kölsumer Highland Games Verein anschließen. „Das war wieder eine super Sache und vielleicht kommen demnächst ja noch mehr zu dieser Veranstaltung oder zum Training.“