Lokalsport: GHTC verlassen zum Abschluss die Kräfte

Lokalsport : GHTC verlassen zum Abschluss die Kräfte

Der Hallenhockey-Zweitligist verliert am letzten Spieltag daheim gegen Blau-Weiß Köln 3:7. Die Gladbacher Damen besiegen Essen 5:3.

Es war ungewöhnlich ruhig, als in der GHTC-Halle die entscheidenden Treffer fielen. In den letzten 90 Sekunden traf Blau-Weiß Köln noch zweimal in das leere Tor, da der Gladbacher HTC aufgrund des Rückstands seinen Torwart aus dem Spiel genommen hatte. Die Treffer zum 6:3 und 7:3 für Köln ließen aber bei den Gästen keine Freude mehr aufkommen. Im Gegenteil: Am Ende war der Sieger geknickter als der Verlierer - weil Köln auch ein 7:3 (3:2) beim Gladbacher HTC nicht zum Aufstieg in die Erste Bundesliga genügte. Im Fernduell mit Schwarz-Weiß Neuss fehlten letztlich sieben Tore. Beim GHTC hielt sich die Enttäuschung derweil in Grenzen - auch wenn es das erklärte Ziel gewesen war, zum Saisonabschluss in der Zweiten Bundesliga endlich eines der beiden Topteams zu schlagen.

"Man muss heute die Rahmenbedingungen berücksichtigen. Wir haben im Grunde aufgrund einiger Erkrankungen in den vergangenen beiden Wochen kaum noch vernünftig trainiert. Tillmann Pohl und Robin Kremers sind ausgefallen, und Paul Tenckhoff ist nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. So waren wir personell schon sehr geschwächt, zumal ich niemanden von der Zweiten Mannschaft hochziehen wollte, da sie noch einige Punkte braucht", sagte Trainer Philipp Heymanns. Dieser Plan ging auch auf, da die Gladbacher Zweitvertretung ihren ersten Saisonsieg in der Verbandsliga schaffte und durch das 11:7 gegen den Düsseldorfer SC II den letzten Tabellenplatz verließ.

Im Anschluss wurde es indes nichts mit einem Erfolg des Tabellendritten gegen die defensivstarken Gäste. Dabei ging Gladbach 2:0 in Führung, Paul Tenckhoff und David Franco trafen in der Startphase. Doch während Blau-Weiß das Spiel bis zur Halbzeit drehte, stockte die Gladbacher Torproduktion wie schon im Hinspiel gegen die gut organisierten Kölner. Kapitän Tom Spenrath beendete in der 45. Minute mit dem 3:3 die Torflaute, doch fast im Gegenzug ging Köln durch einen Siebenmeter des Ex-Gladbachers Jan-Marco Montag erneut in Führung - und gab diese nicht mehr her.

"Wir haben uns nochmals ordentlich präsentiert, doch es hat der letzte Schwung gefehlt. Und wir müssen konstatieren, dass uns noch die Reife fehlt, um erfahrene Mannschaften wie Neuss und Köln in Schach zu halten", sagte Heymanns, der seinem Team nun erst mal paar hockeyfreie Wochen gönnt, ehe die Feld-Vorbereitung beginnt.

Die Gladbacher Damen haben in der Regionalliga noch zwei Spieltage vor sich. Ihr drittletztes Saisonspiel gewannen sie gestern, sie bezwangen den HC Essen in eigener Halle 5:3 (1:1). "Meine Mannschaft hat in einer generell klasse Partie von Beginn an sehr gut gespielt, viel Druck gemacht und sich viele Chancen herausgearbeitet. Das einzige Manko vor der Pause war die Chancenverwertung", sagte Trainer Achim Krauß. Silke Ungricht (2), Judith Helmgens, Christine Fingerhuth und Lena Froneberg mit einem tollen Solo erzielten die GHTC-Tore. Zudem bot Torfrau Yvonne Rütten bei insgesamt neun Essener Strafecken eine starke Leistung.

(togr)
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