Mönchengladbach: Premiere: Fahrradkarneval in Gladbach

Mönchengladbach : Premiere: Fahrradkarneval in Gladbach

Karneval ist ungesund. Viel Kamelle, Alkohol und kaum Bewegung. Dass das nicht stimmen muss, zeigt der Allgemeine deutsche Fahrradclub (ADFC) Mönchengladbach. Unter der Leitung von Dirk Rheydt startete zum ersten Mal der so genannte Rad-Straßen-Karneval.

Karneval ist ungesund. Viel Kamelle, Alkohol und kaum Bewegung. Dass das nicht stimmen muss, zeigt der Allgemeine deutsche Fahrradclub (ADFC) Mönchengladbach. Unter der Leitung von Dirk Rheydt startete zum ersten Mal der so genannte Rad-Straßen-Karneval.

Inspiriert von Norbert Krauses Idee "200 Tage Fahrradstadt", trafen sich fahrradbegeisterte Mönchengladbacher zum fröhlichen Radeln. Unter den Teilnehmern waren auch Andrea und Thomas Koczelnik. "Ich habe heute Morgen sogar extra meine Joggingrunde ausfallen lassen", sagte die Hobby-Fahrradfahrerin, die zum ersten Mal dabei war. Damit war sie zwar genauso herzlich willkommen wie jeder andere, aber doch eine kleine Besonderheit. Denn man kennt sich schon von vorherigen Aktionen. Da wäre zum Beispiel das Treffen zu Nikolaus, bei dem alle als Nikoläuse beziehungsweise Weihnachtsmänner verkleidet fuhren.

Und da man sich an Karneval ja eh verkleidet, taten es auch die Teilnehmer des Rad-Straßen-Karnevals. "Wir sind keine Demo gegen Autos", sagte Dirk Rheydt, "wir wollen lediglich zeigen, wie schön Mönchengladbach zum Fahrradfahren sein kann. Mitfahren kann da jeder."

Die Route begann am Theater im Gründungshaus (TiG) in Eicken. Von dort ging es dann über die Bismarckstraße zur Korschenbroicher Straße, weiter in Richtung Lürrip und Uedding. Es wurde gemütlich und mit viel Spaß in Zweierreihen nebeneinander auf der Straße gefahren. "Ab 16 Personen darf man das", verriet Dirk Rheydt bei seiner kleinen Begrüßung, bevor alle auf das Fahrrad stiegen und losradelten.

Dabei ist es sogar gestattet, eine Verkehrsregel zu missachten. Denn bei über 16 Personen kann es schon mal passieren, dass die ersten noch eine grüne Ampel haben, die letzten aber schon nicht mehr. "Die letzten in der Gruppe sind dann wie der Anhänger eines Lkw. Der Lkw nimmt seinen Anhänger ja auch mit über die Ampel, auch wenn die dann schon rot zeigt", erklärte Dirk Rheydt. Pünktlich um 11 Uhr war die Gruppe wieder zurück in Eicken, um noch den Eickener Veedelszug zu sehen und vielleicht die eine oder andere Kamelle zu ergattern. Wer jetzt Lust bekommen hat, Mönchengladbach mit dem Fahrrad zu erkunden, hat am Sonntag, 6. April, die Gelegenheit dazu.

Mehr Infos gibt es auf der Internetseite des ADFC: www.adfc-moenchengladbach.de

(RP)
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