Karneval in Mönchengladbach Wie viel das Kinderprinzenpaar in der Session für Kinder sammelte

Mönchengladbach · Es hat Tradition, dass nicht nur die erwachsenen Tollitäten, sondern auch der jungen Regenten für einen Zweck sammeln. Nun wurde das Geld übergeben. An wen es geht.

 Spendenübergabe an den Verein „Achtsam“ und das Projekt „KipE“: (v.l.) Hajo Hering, Prinzessin Hanna I., Sandra Becker Weber („Achtsam“), Svenja Offermanns (“KipE“), Prinz Niklas II. und Sascha Schallenburger (“KipE“).

Spendenübergabe an den Verein „Achtsam“ und das Projekt „KipE“: (v.l.) Hajo Hering, Prinzessin Hanna I., Sandra Becker Weber („Achtsam“), Svenja Offermanns (“KipE“), Prinz Niklas II. und Sascha Schallenburger (“KipE“).

Foto: Markus Rick (rick)

Mit Hanna Brüggen und Niklas Quade ist es ist die dritte Generation der Gladbacher Kinderprinzenpaare, die sich seit der Gründung des „Clubs der blauen Bändchen“ im Jahr 2020 für soziale Projekte in der Stadt einsetzt und dafür Spendengelder auf den Karnevalssitzungen sammelt. Gegen eine Spende erwirbt man ein blaues Bändchen, das die Unterstützer als Zeichen ihrer Mitgliedschaft tragen sollen.

In ihrer nun abgelaufenen Session unterstützen Prinzessin Hanna I. und Prinz Niklas II. mit dem Erlös aus den verkauften blauen Bändchen gleich zwei Einrichtungen, die auf Spenden angewiesen sind. Zum einen ist es der Verein „Achtsam“, der sich um Kinder mit Autismus-Spektrums-Störung sowie deren Eltern und Geschwister kümmert, zum anderen das Projekt „KipE“ (Kinder psychisch erkrankter Eltern), das Beratung für Kinder Betroffener anbietet.

„Als Kinderprinzenpaar haben wir die Tradition der blauen Bändchen gerne weitergeführt, da Brauchtum für uns auch mit einem hohen Maß an sozialem Engagement verbunden ist“, betonen die beiden Tollitäten beim Überreichen der symbolischen Schecks. Es sei ihnen besonders wichtig, dass Projekte ausgewählt wurden, die bisher eher unbekannt sind und die von Kindern für Kinder bestimmt sind, begründen Niklas und Hanna ihren Entschluss. Auch Erfahrungen im Kreis der Familie haben bei der Kinderprinzessin eine Rolle gespielt.

Jeweils 1111 Euro wurden durch das Kinderprinzenpaar und ihren Hofmarschall Hajo Hering in den Räumen des Vereins „Achtsam“ an der Alsstraße übergeben. Dringend benötigtes Geld, so betonten Sandra Becker-Weber, Geschäftsführerin von „Achtsam“, sowie Fenja Offermanns und Sascha Schallenburger von „KipE“. Beide Vereine finden es toll, dass junge Menschen sich für soziale und wichtige Themen einsetzen. Da eine psychische Erkrankung nicht nur eine einzelne Person betreffe, sondern fast immer auch die gesamte Familie, sei es wichtig, Kindern mit Beratungsangeboten und Unterstützung bei der Aufklärung über die elterliche Erkrankung zu helfen.

Der Verein wurde 2013 zugunsten von Menschen aus dem Autismus-Spektrum gegründet. Seine Arbeit besteht unter anderem darin, vor, während und nach der Diagnose ehrenamtliche Beratung und Begleitung anzubieten, insbesondere bei der Beantragung von Förder- oder Pflegegeld, Schwerbehindertenausweis und vielem mehr. Im Februar erweiterte „Achtsam“ das Angebot nochmals und bietet in neuen Räumlichkeiten in Rheindahlen sozialpädagogische Familienhilfe und auch innovative Lernpädagogik an.

(fju/dr)
Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort