Mönchengladbach: Eine Sitzung namens Seelöwe

Mönchengladbach: Eine Sitzung namens Seelöwe

Die KG Wenkbülle feierte in der Redbox mit den Kölner Karnevalsstars Brings, Höhner und die Räuber. Beim Auftritt des Prinzenpaars leistete sich die Gesellschaft aber einen Fauxpas.

Subtropische Temperaturen, ein Publikum, das tanzend und feiernd zu einer wabernden Masse wird, auf der Bühne die Top-Stars des Kölner Karnevals und Partystimmung vom feinsten - das war die Seelöwe-Sitzung der KG Wenkbülle. Nach zwei Jahren in Zelten am Sparkassenpark, fand sie nun wieder im ehemaligen Theater im Nordpark statt, das inzwischen Redbox heißt. Rund 1200 Besucher waren gekommen, um eine Sitzung zu erleben, die zu den besten der Stadt gehört. Brings, die Höhner und die Räuber brachten die Jecken in närrische Ekstase. Und auch die Redner kamen beim disziplinierten Publikum an. Luftflotte, das Tanzcorps seiner Tollität, setzte den tänzerischen Höhepunkt des Abends.

"Wir sind froh, wieder hier zu sein an alter Stätte", sagte Präsident Michael Körffer. Teppichboden und gepolsterte Stühle sorgten für eine edle Atmosphäre. Gleich zu Beginn setzten die Wenkbülle nach dem Auftritt ihres Solomariechens einen lokalen Höhepunkt. Mit dem Erkelenzer Tanzpaar Larissa Gärtner und Patrick Weigt standen Vollprofis auf der Bühne. Hastenraths Will hielt eine Rede, die auf Mönchengladbach abgestimmt war. Das kam bei den Gästen bestens an. Mit der Band Lupo stand eine Gruppe auf der Bühne, der in Köln eine große Zukunft prophezeit wird. Das Rednerduo Willi und Ernst lieferte sich ein Zwiegespräch, bei dem das Publikum vor Lachen beinahe von den Stühlen fiel.

Nachdem Bernd Stelter bekundet hatte, dass er seit der Borussen-Sitzung nur kurz zum Schlafen zuhause war, leistete sich die KG Wenkbülle einen Fauxpas, der auf der Bühne für Ärger sorgte. Das Trio Freischnüss der Gladbacher Prinzengarde sang und kündigte das Prinzenpaar an. Dem untersagte Michael Körffer zu singen, und Orden gab es auch keine. Prinz Guido II. und Niersia Verena sollten sich doch bitte beeilen, man hänge im Programm. Die Verabschiedung der Tollitäten nach nur sieben Minuten glich einem Rausschmiss. Die Garden und die Tollitäten waren darüber so erzürnt, dass sie die Sitzung anschließend verließen, statt als Gäste zu bleiben.

Mit dem Auftritt von Brings begann die Partyphase des Abends. Die Kölschrocker brachten die Stimmung zum Kochen. Im Saal gab es kein Halten mehr. "Ne Fastelovend-Band wie wir kann nur überleben mit einem Publikum wie euch", rief Frontmann Peter Brings den Jecken entgegen. Ähnliches gelang kurze Zeit später auch den Höhnern, die nach Bauchredner Klaus und seinem Affen Willi auftraten. Die Altmeister aus Köln sangen Neues und Altbewährtes. Kurz vor Mitternacht beeindruckte das Tanzcorps seiner Tollität, Luftflotte, mit seiner neuen Chefstewardess Ricarda Steinbach und drei spektakulären Tänzen. Die Räuber sorgten für den würdigen Abschluss und sangen natürlich auch ihren Sessionshit "Für die Iwigkeit".

(RP)