Handball: Aufsteiger zieht im Gipfeltreffen den Kürzeren

Handball : Aufsteiger zieht im Gipfeltreffen den Kürzeren

Die erste Mannschaft der HSG Adler Haan lässt in Rhede Federn, unterliegt dem Spitzenreiter aber nur knapp.

Im Spitzenspiel der Frauen-Verbandsliga-Gruppe 1 setzte sich der leicht favorisierte HC TV Rhede mit 34:31(14:14) über die Erstvertretung der HSG Adler Haan durch. "Es war für uns in einer bis zur Schlussminute spannenden Begegnung eine unglückliche Niederlage", erklärte André Wernicke. Der engagierte HSG-Coach lobte trotz der verpassten Punkte sein Team: "Meine jungen Mädels haben sich gegen eine erfahrene und körperlich überlegene Rheder Mannschaft, die über eine mehrjährige Verbandsligaerfahrung verfügt, prima aus der Affäre gezogen. Ein Unentschieden hätte übrigens eher dem Spielverlauf entsprochen."

Wernicke fügte hinzu, dass der Schiedsrichter sich leider nicht dem guten Niveau des Spieles anpasste. "Zunächst war es schon nicht optimal, dass der eigentlich angesetzte zweite Schiedsrichter wegen einer Erkrankung ausfiel. Viel ärgerlicher war aber der Auftritt des alleinigen Unparteiischen. Mir legt es eigentlich fern, Schiris zu kritisieren. Was aber dieser Unparteiische pfiff, war mehr als einseitig. Er benachteiligte uns, wo es nur ging - da finde ich schon keine Worte mehr für", ereiferte sich Wernicke. Der HSGCoach tröstete sich damit, dass sein Team trotz der Niederlage weiter kräftig im Aufstiegsrennen mitmischt. "Wir haben als Aufsteiger eine klasse Hinrunde gespielt. Schon jetzt freuen wir uns darauf, wenn am letzten Spieltag der Rückrunde Rhede zu uns kommt. Das kann ein echtes Finale werden."

Von Beginn an sahen die Zuschauer ein ausgeglichenes Spiel mit wechselnden Führungen. Beide Teams unterstrichen, weshalb sie die Frauen-Verbandsliga dominieren. Gerecht war dann auch das 14:14 zur Halbzeit. Im zweiten Durchgang war die Partie weiter offen. Das hielt bis zum 29:29 (53.) an. Dann brachten mehrere umstrittene Entscheidungen des Unparteiischen bei Zeitstrafen und Siebenmetern die HSG-Handballerinnen etwas aus der Spur. Die routinierten Gastgeberinnen nutzten die Gunst der Stunde und machten den etwas glücklichen 34:31-Sieg perfekt.

HSG Adler Haan: Nietsch, Kasper - Weller, Hölterhoff (8), Terhardt (6), Engel (2), Rohde (1), Karsch (1), Strelau (2), Krolo (5), Fagin (6).

(klm)