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Neuer Energieberater in Mettmann: Klimafragen verdrängen Spar-Themen

Energieberater in Mettmann : „Bei mir geht es immer öfter um Klimafragen“

Mettmanns neuer Energieberater Thomas Bertram berichtet von einem neuen Themenschwerpunkt. Seine Kunden fragen nach dem CO2-Fußabdruck. Früher stand das Sparen ganz oben auf der Agenda.

Bis zu sechs Mettmanner Häuslebauer und Wohnungsbesitzer können seine Dienste pro Monat in Anspruch nehmen: Thomas Bertram (56). Der Architekt in Diensten der Verbraucherzentrale NRW ist der neue Energieberater in der Stadt. Acht Termine à jeweils drei Stunden stehen bis zum Jahresende fest. Jeder Klient hat erst einmal 30 Minuten Zeit, seine Fragen zum Thema Energie zu stellen.

„Ihr Kommen wird schon inständig herbeigesehnt“, hat Bürgermeisterin Sandra Pietschmann den Experten jetzt im Rathaus Mettmann begrüßt. Das war mehr als eine Höflichkeitsfloskel: „Seit 2018 berate ich in den Städten des Kreises Mettmann“, sagt Thomas Bertram, „während es anfangs lediglich um Sparvorteile bei neuen Heizungsanlagen und gedämmten Fassaden ging, fragen mich die Bürger jetzt immer öfter nach den Auswirkungen auf das Klima und ihrem ganz persönlichen CO2-Fußabdruck“, berichtet Energieberater Bertram. Und betont damit, dass der Klimaprotest von Fridays for Future bereits entscheidendes bewirkt habe. Neben den rein ökonomischen Vorteilen einer modernen Heizanlage stünden immer häufiger deren Auswirkungen auf die Umwelt im Mittelpunkt der Beratungsgespräche.

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„Neben der neuen Heizung bestimmen Photovoltaik-Anlagen und Elektromobilität zurzeit meine Beratungsgespräche“, sagt Bertram. In Mettmann beginnt die Zeit der Klima-Antworten am 27. Mai. Für eine Beratung muss unter der E-Mail-Adresse [email protected] ein Termin vereinbart werden. „Neben Name, Adresse und Telefonnummer sollte vorab auch schon mitgeteilt werden, wofür eine Beratung gewünscht wird, ob beispielsweise für eine neue Heizungsanlage, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach oder zum Thema E-Mobilität“, sagt Marcel Alpkaya, Mettmanns Klimaschutzbeauftragter. Er wird die Sprechzeiten für die Beratungsgespräche, die momentan entweder telefonisch oder als Videokonferenz angeboten werden, koordinieren. Im Gespräch mit Bürgermeisterin Pietschmann und dem Klimaschutzbeauftragten Alpkaya erklärte sich Bertram bereit, auch der Stadt mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, etwa bei der anstehenden Überarbeitung des Mettmanner Klimaschutzkonzeptes.

Melden könnten sich sowohl Immobilienbesitzer als auch Mieter. „Beim Thema Heizen versuche ich, deutlich zu machen, wie wichtig ein Ausstieg aus den fossilen Brennstoffe wie Öl oder Gas ist“, sagt Bertram. Strom aus natürlichen Quellen wie Sonne und Wind, Wärmepumpen oder aber auch eine Pellet-Heizung seien Alternativen, die zurzeit stark gefördert werden würden.

In diesem Jahr bietet Thomas Bertram an folgenden Tagen Beratungsgespräche an: 27. Mai, 17. Juni, 15. Juli, 26. August, 30. September, 21. Oktober, 25. November und 16. Dezember, jeweils von 9 bis 12 Uhr.