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Mettmann: Händler-Trio fordert Marketing-Manager

Mettmann : Händler-Trio fordert Marketing-Manager

Der neue Vorstand von Me-Impulse sieht in der Oberstadt mehr Kunst und Kultur als klassischen Einzelhandel.

Der neue und verjüngte Vorstand von Me-Impulse, der Mettmanner Werbegemeinschaft, hat ein erstes Strategiepapier erarbeitet. Unter dem Thema "Neue Probleme und neue Chancen" will sich das Team um den Vorsitzenden Axel Ellsiepen (46) dem neuen Käuferverhalten und der neuen Einkaufssituation in Mettmann stellen. "Der Online-Handel nimmt stetig zu", sagt Axel Ellsiepen. Das bedeutet eine enorme Veränderung für den Einzelhandel. "Wir müssen versuchen, eine Verbindung zwischen Online- und Analog-Handel herzustellen", betont Jens-Christian Holtgreve (48).

Eine Variante ist das von Axel Ellsiepen und Ingo Grenzstein erdachte "Produkt-Finder-Mettmann" (abgekürzt ProFiMe) Und so funktioniert es: Im Internet findet der Kunde eine Art Google-Suchmaschine. Im Fenster gibt er den Suchbegriff ein. Es erscheint eine Übersicht über die Händler, die ein solches Produkt oder eine Dienstleistung anbieten. Klickt der Kunde auf den Händler, öffnet sich ein Bild der Firma; eine kurze Beschreibung des Geschäftes mit Adresse und Telefon sowie eine Wegekarte der Mettmanner Innenstadt, die den Standort des Geschäftes wiedergibt. "Mittlerweile machen 60 Geschäfte mit und wir bekommen weitere Anfragen", sagt Axel Ellsiepen. Eine City-App gibt's ebenfalls, die Infos über Mettmann und Me-Impulse wiedergibt.

Auf der Wunschliste von Impulse stehen eine Infowand und Infoterminals. "Die Leute müssen schnell und einfach über Veranstaltungen informiert werden; und zwar im Straßenraum." Denkbar sei eine solche Infowand an der Sparkasse, dort wo sich früher die Uhr befunden hat. Der neue Vorstand möchte die Einzelhändler der Bismarck- und Poststraße sowie der Oberstadt einladen. "Wir wollen wissen, wo der Schuh drückt, was sie für Wünsche und Vorstellungen haben", sagt Grenzstein. Die Oberstadt sei keine klassische Einzelhandelsmeile mehr. "Dort sind Kunst, Kultur, Gastronomie und kreative Geschäfte besser angesiedelt". Die vorhandenen Geschäfte würden diese Voraussetzungen erfüllen. Es bestehe aber noch Handlungsbedarf.

Um das Einkaufserlebnis interessanter zu gestalten, müsse die Aufenthaltsqualität in der Innenstadt verbessert werden. Erste gute Ansätze gibt es mit den Cafés in der Freiheitstraße und Mühlenstraße.

"Wir brauchen einen Stadtmarketing-Manager", so Grenzstein, "der alle Aktivitäten der verschiedenen Arbeitskreise bündelt und koordiniert und sich im engen Dialog mit der Stadt befindet". Und zwar unter dem Stichwort Vernetzung. "Die Mettmanner müssten lernen", sagt Holtgreve, "dass auch nach Geschäftsschluss ein Besuch der Innenstadt lohnenswert ist". "Das geht aber nur mit kleinen Events, die angeboten werden." Mettmann-Impulse sei aber keine Veranstaltungs- GmbH, das müssten die Bürger und Vereine schon selbst in die Hand nehmen. "Wir werden aber dabei Hilfestellung leisten", sagen die drei Neuen im Vorstand.

(RP)