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Meerbuscher feiern ihre Freundschaft mit Japan

Deutsch-Japanische Freundschaft gefeiert : Gelungene Premiere fürs Kirschblütenfest

Auch wenn die Hauptdarsteller, die Kirschblüten, wegen Wind und Wetter schwächelten: Das Fest ihnen zu Ehren lockte Hunderte.

Mit einem lauten Knall flog der Deckel des Sake-Fasses fast in die Luft. Bürgermeisterin Angelika Mielke-Westerlage – stilecht im Kimono gekleidet – und Japans Generalkonsul Masato Iso hatten aber auch ziemlich kräftig mit ihren Hämmerchen drauf gehauen – und stießen direkt mit einem Schluck Sake auf die deutsch-japanische Freundschaft an. Zum ersten Mal fand in Meerbusch ein Kirschblütenfest statt. Damit sollte die Beziehung zwischen Meerbusch und seiner Partnerstadt Shijonawate noch mehr gefestigt werden. Sie besteht im nächsten Jahr schon zehn Jahre.

Mit dem Kirschblütenfest wird in Japan traditionell Abschied vom Winter genommen. In Meerbusch hat das noch nicht ganz geklappt, weil die Temperaturen noch nicht wirklich frühlingshaft waren. Aber: Zumindest hatte sich der angekündigte Regen bis auf eine kleine Ausnahme verflüchtigt. Und so konnte das Fest mehr als vier Stunden lang über die Bühne gehen.  Es gab Musik und Tanz, wunderschöne Kimonos bei einer Modenschau, japanische Trommelklänge, deutschen Chorgesang, bunte Mangas und  süße Muffins.

 Yasuhiro Hayashi stammt aus Shijonawate.
Yasuhiro Hayashi stammt aus Shijonawate. Foto: RP/Anke Kronemeyer
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Auf der Wiese am Hallenbad in Büderich waren zahlreiche Stände aufgebaut, an denen hunderte von Besucher entlang schlenderten, sich ihren Namen in japanischer Kalligraphie schreiben ließen, einen Ikebana-Strauß steckten oder einfach nur japanisches Gebäck oder ein japanisches Bier genossen. Hoch engagiert waren die elfjährigen Schüler der sechsten Klasse des Städtischen Meerbusch Gymnasiums: Amber, Greta, Christina und Raphael nehmen in der Schule an der Origami AG teil und erklärten den Besuchern des Kirschblütenfestes, wie sie aus kleinen Papierstücken filigrane Herzen, Umschläge oder Boxen basteln können.

 Origami-Experten: Amber, Greta, Christina und Raphael (v.l.) mit hren Lehrern Ulrich Franzen und Kerstin Mikus.
Origami-Experten: Amber, Greta, Christina und Raphael (v.l.) mit hren Lehrern Ulrich Franzen und Kerstin Mikus. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Das SMG spielt in der deutsch-japanischen Freundschaft eine ganz besondere Rolle. Im vergangenen Jahr waren Schüler zum ersten Mal nach Japan gereist und intensivierten damit die Beziehung zwischen Meerbusch und Shijonawate. Die Lehrer Ulrich Franzen und Kerstin Mikus hatten die Schülergruppe begleitet und hoffen, dass ein ähnlicher Austausch bald wieder stattfinden kann. „Ein Drei- oder Vier-Jahres-Rhythmus wäre schön“, sagten sie gestern. SMG-Schüler haben auch gemeinsam mit dem  Freundeskreis der Städtepartnerschaft für das Fest am Sonntag ein kniffliges „Kirschblüten-Quiz“  mit 17 Fragen entwickelt; die Gewinne wurden noch am Nachmittag an die Teilnehmer mit den richtigen Antworten ausgegeben.

 Momo (l.) und Nanami  verkauften Selbstgebackenes.
Momo (l.) und Nanami  verkauften Selbstgebackenes. Foto: RP/Anke Kronemeyer

Für  Yasuhiro Hayashi (54) war das Fest etwas ganz Besonderes. Denn der Japaner stammt aus Shijonawate, war erst vor zwei Monaten wieder dort. „26 Jahre habe ich in Japan gelebt, seit 28 Jahren lebe ich in Deutschland“, erzählt der Inhaber einer japanischen Bäckerei von der Marienstraße in Düsseldorf, der seine Backwaren gestern auch anbot.