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Meerbusch: Jochen Petzold engagiert sich für die Tafel und Gemeinden

Meerbuscher Ehrenamtlicher : Jochen Petzold - ein Ehrenamtler mit großem Herz

Jochen Petzold und seine Familie helfen bei der Tafel, den evangelischen Gemeinden und in der Nachbarschaft. Mit seiner Arbeit will der 72-Jährige der Gesellschaft etwas zurückgeben. Dabei liegt ihm eine Sache ganz besonders am Herzen.

Leuchtende Augen sind der Dank, den Jochen Petzold für seine vielfache ehrenamtliche Tätigkeit bekommt: „Mir macht die Arbeit Freude. Dieses Gefühl gebe ich weiter und ernte damit wiederum Freude.“ Ob in den evangelischen Kirchengemeinden Büderich und Osterath, für „Meerbusch hilft“ oder als Mitglied des Stadtelternrats – Jochen Petzold hilft überall dort, wo er und sein Engagement gebraucht werden: „Wenn es sich um sinnvolle Tätigkeiten handelt, fällt mir das Nein-Sagen schwer.“

Vor allem in der Evangelischen Kirchengemeinde Osterath macht sich der 72-Jährige mit handwerklichen Aktivitäten unentbehrlich. „Als ehemaliger Kundendiensttechniker habe ich viel gesehen und mir einiges abgeguckt. Bekanntlich darf man mit den Augen stehlen“, erklärt Jochen Petzold die Geschicklichkeit, die er beim Hängen der Bilder für das Projekt „Kunst in der Apsis“ aufbringt. In der Osterather Gemeinde war er auch maßgeblich an dem Start der Aktionen „Ökumenischer Biergarten“ und „Jazz rund um die Apsis“ beteiligt.

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Als schließlich von Meerbusch hilft  die „Meerbuscher Tafel“ in Osterath und Büderich ins Leben gerufen wurde, war er sofort begeistert: „Mit Rolf Beek hatte ich schon viel früher die Idee, so etwas aufzuziehen. Aber zu zweit hat das nicht funktioniert.“ Heute hilft er in allen Ausgabestellen, „wir haben überall viele Mitstreiter gefunden“. Die Räume müssen vorbereitet, Lebensmittel sortiert und auch die Voraussetzungen geprüft werden: „Wir wurden alle vom Gesundheitsamt geschult.“ Jochen Petzold ist immer wieder überrascht, wie viele Meerbuscher Anspruch darauf haben, die Angebote der „Tafel“ zu nutzen.

Besonders am Herzen aber liegen ihm Kinder und Jugendliche. Nach einer langen Tätigkeit als Schulpflegschafts-Vorsitzender der Realschule Osterath bringt er sich im Stadtelternrat ein: „Die Jugend hat keine Lobby.“ Als Stadtelternrats-Mitglieder hat er an vielen Jugendausschusssitzungen teilgenommen. Petzold plädiert dafür, den Jugendlichen Eigenverantwortung zu übergeben, so wie es beim Bau der Skaterbahn in Strümp gelungen ist: „Vorab wurden 20.000 Euro gesammelt – als Startschuss für den Bau.“

Weil seine Interessen breit gestreut sind, freut sich Jochen Petzold besonders darüber, dass auch Ehefrau Ursula ehrenamtlich unterwegs ist. Das Ehepaar lebt seit 1983 in Osterath, hat zwei Kinder und drei Enkel und ist bestens vernetzt. „Der Kontakt zur Nachbarschaft war von Beginn an eng, wir helfen und ‚betüddeln‘ auch ältere Menschen“, erzählt Ursula Petzold lachend. Sie fährt auch mal schnell eine Nachbarin zur Massage nach Büderich, ist bei Gemeindefesten  und auch in der Kleiderkammer  im „Pappkarton“  aktiv:

Ehrenamtliches Engagement gehört für das Ehepaar Petzold seit Jahrzehnten zum Alltag. Während einer Gemeindefreizeit in Oberkassel haben sie sich 1970 kennengelernt und sich später selbst aktiv eingebracht. Die Selbstverständlichkeit, mit der die Großeltern überall dort einspringen, wo sie gebraucht werden, imponiert auch den Enkeln. Der Älteste, fast 18, hat gerade bei der Büdericher Feuerwehr die Truppmann Teil 1-Ausbildung gemacht: „Das war ihm ganz wichtig.“ Trotzdem findet Jochen Petzold, dass es die Aufgabe der älteren Generation ist, ehrenamtlich tätig zu sein: „Die jüngeren Bürger haben dafür keine Zeit, deshalb müssen wir für die Allgemeinheit da sein.“ Die Petzolds jedenfalls fühlen sich dank der vielen Aktivitäten wohl: „Die Ablenkung tut gut, damit können wir über kleine körperliche Wehwehchen hinwegsehen.“