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Meerbusch: Lieferprobleme auf der Baustelle Bahnhof Osterath

Baustelle in Meerbusch : Fußgängertunnel am Bahnhof erst im Februar fertig

Anwohner wundern sich, dass der Fußgängertunnel an der Meerbuscher Straße nicht längst frei gegeben wurde. Dort fehlt noch die Beleuchtung, erklärt ein Bahnsprecher. Die restlichen Arbeiten laufen nach Plan.

Die Bahnunterführung in Osterath wird seit langem herbeigesehnt. Jeder Fortschritt, aber auch jede Verzögerung wird daher von zahlreichen Bürgern mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. Aus diesem Grund weist auch Johann Huber aus Osterath darauf hin, dass der Fußgängertunnel an der Meerbuscher Straße eigentlich bereits im Sommer hätte fertiggestellt und eröffnet werden sollen.

„Ende Juni waren die Pflasterarbeiten beendet, und man hätte ab Juli öffnen können. Seit Monaten sieht man aber keine Tätigkeiten mehr an dieser Baustelle“, berichtet er und möchte wissen, warum am Haupttunnel nicht weitergebaut wird. Irritierend findet er außerdem, dass mit dem Abriss der Tunnelbaustelle Strümper Straße begonnen werden soll, dabei sollte dies als letztes in Angriff genommen werden. Er fragt sich, ob die Arbeiten „aus dem Ruder laufen“.

Auf Anfrage unserer Redaktion erklärte ein Stadtsprecher: „Auch wir hoffen auf eine baldige Freigabe der Fußgängerunterführung im Bereich des Bahnhofs. Tatsächlich sind die Pflasterarbeiten dort bereits abgeschlossen. Was zur Freigabe aber noch fehlt, ist die Beleuchtung. Wir hoffen aber, dass diese im Laufe des Novembers durch das ausführende Bauunternehmen installiert werden kann, sodass dann auch die Freigabe der Unterführung erfolgen kann.“

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 Der Abriss und die Einkürzung der Fußgängerunterführung an der Strümper Straße sei aktuell im zeitlichen Plan, versichert der Sprecher außerdem. „Man kann also nicht davon sprechen, das bei der Baumaßnahme ‚etwas aus dem Ruder läuft’, zumal die bestehende Fußgängerunterführung an der Strümper Straße aufgrund ihres Zustands als ,Angstraum’ gilt und daher kaum genutzt wird.“

Daher solle die Fußgängerunterführung im Bereich Strümper Straße ja auch neu gebaut und deutlich eingekürzt werden, sodass dort eben kein Angstraum mehr entstehen könne. In unmittelbarer Nähe befinde sich zudem der Bahnübergang Strümper Straße, erklärt der Stadtsprecher. Darüber hinaus bestünden mit den fußläufig erreichbaren Bahnübergängen Meerbuscher Straße und Hoterheideweg genügend Möglichkeiten, die Bahnstrecke zu queren.

Die Hoffnung, dass die Beleuchtung in der neuen Fußgängerunterführung an der Meerbuscher Straße bereits im November installiert und diese dann auch eröffnet werden kann, macht ein Bahnsprecher jedoch zunichte. Auf Anfrage erklärt er: „Leider kann nach jetzigem Stand der Tunnel voraussichtlich erst im Februar 2022 freigegeben werden, da es Lieferprobleme für die Beleuchtung gibt“, berichtet er. „Eine funktionierende Beleuchtung ist jedoch aus Sicherheitsgründen Voraussetzung für die Inbetriebnahme der Unterführung.“ Bis zu diesem Zeitpunkt sei der Bahnübergang „Meerbuscher Straße“ aber weiterhin für alle Verkehrsteilnehmer nutzbar, sodass den Fußgängern und Radfahrern keine Nachteile oder Umwege entstehen würden.

Der Vermutung, dass der Tunnel wegen fehlender Pumpen noch gesperrt sei, widerspricht der Sprecher der Bahn: „Fehlende Pumpen sind nicht die Ursache für die noch nicht erfolgte Verkehrsfreigabe des Tunnels Meerbuscher Straße. Die Pumpen der Hebeanlage wurden bereits installiert und werden voraussichtlich in der ersten Novemberwoche an das Stromnetz angeschlossen und in Betrieb genommen.“

Der zurzeit aus dem Pumpenschacht herausgeführte Feuerwehrschlauch, über den sich einige Meerbuscher gewundert hatten, gehöre zur temporären Bauwerksentwässerung für den Bauzustand und werde nach Inbetriebnahme der Hebeanlage wieder entfernt. Der Schlauch sei also nicht etwa ein Indiz dafür, dass die Entwässerungspumpe noch fehlt, was einige Anwohner vermutet hatten. Mit den Arbeiten sei die Bahn im Plan. „Der an den Pumpenschacht anschließende Stauraumkanal und der Anschluss an das städtische Kanalnetz sind ebenfalls bereits fertig gestellt“, betont der Sprecher.