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Meerbusch: Hälfte des Geldes für K9n-Klage ist schon da

Meerbusch : Hälfte des Geldes für K9n-Klage ist schon da

Eine Klage des NRW-Landesverbandes des Bundes für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) gegen den geplanten Bau der K9n in Meerbusch wird wahrscheinlicher. In den nächsten zwei bis drei Monaten soll Klarheit bestehen. Nahezu alle Anwesenden der rund 40 Teilnehmer zählenden Info-Veranstaltung der Ortsgruppe Meerbusch des BUND im Meerbuscher Hof in Bovert stimmten dafür.

"Ich denke, dass wir mit unserer Klage Erfolgschancen haben", sagte Anwohnerin Anja Bull-Bannon. Die Meerbuscher Ortsgruppe hatte geladen, um Spender für die Rechtsschritte zu bekommen. Der BUND-Landesverband hat seine Unterstützung zugesagt, wenn die Ortsgruppe die Finanzierung übernimmt. "Wir müssen rund 15 000 Euro zusammenbekommen, 7500 Euro haben wir bereits", sagte Andrea Blaum, Vorsitzende des BUND Meerbusch. Diese Kosten schätzt der BUND nach Absprache mit einem Fachanwalt, um die Klage zu finanzieren. Das Treffen sollte Meerbuscher überzeugen, ihr Geld zu geben. Das tat es. "Ich bin zu 100 Prozent dafür", sagte Teilnehmer Bernd-Uwe Strieter.

Die Einschätzung des Fachanwaltes zu den Erfolgschancen sowie eine vorgelagerte Strategie konnten die Anwesenden überzeugen. Die Klage solle "verständlicherweise" vorab nicht diskutiert werden, die Strategie schon. "Wenn der Kreis keine vollständige Planungssicherheit hat, gibt es kein Geld", sagte Astrid Hansen vom BUND Meerbusch.

Laut BUND hat das NRW-Verkehrsministerium seine Zuwendungen an Bedingungen geheftet. "Solange eine Klage vor dem Oberverwaltungsgericht anhängig ist, werden die Fördermittel nicht zugesagt", so Hansen. Das Land müsse 60 Prozent zahlen. Der Rhein-Kreis Neuss 40 Prozent. Eine Klage habe somit aufschiebende Wirkung, der Baubeginn könnte sich nach Einschätzung der Naturschützer bis zu fünf Jahre verzögern. Durch den Aufschub hoffen Anwohner und BUND, dass das Projekt K9n dann komplett fallen gelassen wird.

Bei der Info-Veranstaltung garantierte der BUND, dass die gespendeten Gelder zurückgezahlt werden, wenn es zu keiner Klage kommen sollte. Potenzielle Spender können sich bei Astrid Hansen vom BUND Meerbusch unter Telefon 02159 8153058 oder über www.k9n-nein.de melden und die Spendenkonto-Nummer erfragen.

(RP/ac)