Meerbusch Grüne zu Haus Meer: "Geplanter Hotelneubau wirkt sehr massiv"

Meerbusch · Die Meerbuscher Grünen gehen mit dem geplanten Neubau eines Hotels auf dem Gelände von Haus Meer hart ins Gericht. "Die Bebauung ist weiterhin sehr massiv und ragt bedenklich in den ökologisch hochwertigen Bereich. Der Eingriff in den denkmalkontaminierten Boden ist für uns so nicht vorstellbar", schreibt Jürgen Peters von den Grünen in einer jetzt veröffentlichen Stellungnahme.

 So stellt sich der Investor Regent das neue Hotel auf dem Gelände von Haus Meer vor.

So stellt sich der Investor Regent das neue Hotel auf dem Gelände von Haus Meer vor.

Foto: Grafik/Regent

Der Baukörper des geplanten neuen Hotels weicht deutlich von den Grundmauern des 1959 gesprengten Schlosses ab. 1900 Quadratmeter Grundfläche hatten Schloss und Remise, 2700 Quadratmeter soll das neue 80-Betten-Luxushotel haben. Grundsätzlich seien die Grünen für ein Hotel. "Wir gehen davon aus, dass eine begrenzte wirtschaftliche Nutzung der Wiederbelebung des Denkmals helfen", so Peters. Jede Planung sei aber "zwingend im Konsens mit Denkmalschutz und Ökologie abzustimmen."

Man erkenne das Bemühen des Investors, eine Erschließung ohne Einschnitt in die Immunitätsmauer vorzunehmen, an. Ebenso begrüßen die Grünen einen neuen Teich — auch wenn er an der falschen Stelle geplant sei. Allerdings werfe die Planung zahlreiche Fragen auf, die einer realistischen Umsetzung deutlich entgegen stehen, so die Grünen weiter.

"Wir sind erstaunt, mit welcher Beharrlichkeit sich der Investor mit jeder neuen Planung konsequent über die Denkmal- und die ökologischen Anforderungen hinwegsetzt", so Peters. Eine Tiefgarage werde zum Verlust von wertvollem Baumbestand führen, und das angrenzende FFH-Gebiet setze gleichermaßen Grenzen. Es sei nicht nachzuvollziehen, wieso eine Planung öffentlich kommuniziert werde, ohne dass es vorab die rechtlich notwendige Abstimmung mit den Behörden gegeben hat.

Mit einer Info-Veranstaltung der CDU tue man sich keinen Gefallen, weil bei der Bevölkerung irreführend Begehrlichkeiten geweckt werden, die einer rechtlichen Prüfung nach kaum standhalten dürften. Man dürfe die Geschichte dieses Areals nicht ignorieren. Erst kommt der Konsens mit den beteiligten Behörden, dann die weitere Klärung vor Ort, so die Grünen.

(wie)
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