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Meerbusch: Böse Überraschung für 140 Autofahrer

Meerbusch : Böse Überraschung für 140 Autofahrer

140 Autofahrer werden in den nächsten Tagen Post bekommen: Sie wurden in Ilverich beim Rasen erwischt. Der Spitzenreiter — ein 18-jähriger Fahranfänger — war mit Tempo 134 unterwegs, wo 50 km/h erlaubt sind.

Es ging ganz schnell. In nicht mal vier Stunden hatte die Polizei am Samstag 140 Autofahrer in Ilverich beim Rasen erwischt. Das teilte die Behörde gestern mit.

Nur wenige Tage nach dem Blitzmarathon, bei dem innerhalb von 24 Stunden im gesamten Meerbuscher Stadtgebiet 117 Raser geblitzt wurden, hatten die Polizisten ihre Geschwindigkeitskontrolle an der Obere Straße aufgebaut. "Dort gilt Tempo 50. Es handelt sich um einen sogenannten ,Wutpunkt', der von Bürgerinnen und Bürgern der Polizei als Raserstrecke gemeldet wurde", berichtet Polizeisprecherin Diane Drawe.

Viele der Temposünder werden gar nicht mitbekommen haben, dass sie erwischt wurden. "Die Temposünder wurden an den Kontrollstellen nicht angehalten", berichtet die Polizeisprecherin. Sie erhalten in den kommenden Wochen Post von der Polizei bei einem Verwarngeld oder der Bußgeldstelle im Falle einer Ordnungswidrigkeitenanzeige.

Der schnellste Raser wurde mit 134 Stundenkilometer gemessen. "Abzüglich der Toleranz war er somit 79 Stundenkilometer zu schnell", rechnet Drawe vor. Bei dem Fahrzeug handelte es sich um einen 1er-BMW. Laut Ermittlungen der Polizei ist der Fahrer ein 18-jähriger Fahranfänger mit Führerschein auf Probe. Der Bußgeldkatalog sieht dafür eine Geldbuße von 600 Euro, vier Punkte in Flensburg und drei Monate Fahrverbot vor. Als Fahranfänger erwartet den jungen Mann nun auch eine mehrere hundert Euro teure Nachschulung.

Der 18-Jährige ist einer von insgesamt 13 Autofahrern, die mit mehr als 20 Stundenkilometern zu schnell unterwegs waren und nun mit einer Ordnungswidrigkeitenanzeige rechnen müssen. 127 Raser erwartet ein Verwarngeld; sie hatten die erlaubte Geschwindigkeit um maximal 19 Stundenkilometer übertreten. Drawe betonte, die Aktion sei kein Selbstzweck. "Es geht uns nicht darum, die Autofahrer abzuzocken. Überhöhte Geschwindigkeit ist aber Unfallursache Nummer 1." Alle 101 Sekunden schlug die Radarfalle am Samstag zu. Beim Blitzmarathon wurde nicht mal alle 700 Sekunden ein Raser in Meerbusch erwischt.

(RP)