Hückeswagen/Oberberg: Polizei erwischt Motorradfahrer mit 134 km/h in Tempo-70-Zone

Hückeswagen/Oberberg: Polizei erwischt Motorradfahrer mit 134 km/h in Tempo-70-Zone

Biker (aber auch Autofahrer) sollten bei Touren im Oberbergischen sorgfältiger auf ihren Tacho achten.

Sonst geht es ihnen wie einem Motorradfahrer, der am Osterwochenende in Lindlar in eine Kontrolle der Polizei geraten war: Zwei Monate Fahrverbot, 440 Euro Bußgeld und zwei Punkte in Flensburg bekam ein Kölner aufgebrummt, weil er in einer 70er-Zone - nach Abzug der Toleranz - mit 134 Kilometern in der Stunde geblitzt worden war. In Radevormwald war ein Biker 34 km/h zu schnell, was ihm 160 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot einbrachte.

Das sind nur zwei Ergebnis der Polizeikontrollen zwischen dem 19. und 25. März sowie am vergangenen Osterwochenende, über die Polizei-Sprecher Michael Tietze berichtet. Vor allem Motorradfahrer, deren Saison nun wieder beginnt, hatten die Beamten im Visier und stellten das Radargerät an jenen Strecken auf, die gerne von Bikern genommen werden. Vor allem in Hückeswagen und Radevormwald, den "Einflugschneisen" von Bikern etwa aus der Rheinschiene und dem Ruhrgebiet. Allein an Ostern notierte die Polizei bei ihren Kontrollen 50 Verstöße gegen Tempogebote und Überholverbote, in 23 Fällen gab es eine Anzeige, fünf Fahrverbote wurden verhängt.

Doch auch viele Autofahrer hielten sich nicht an die Straßenverkehrsordnung: 152 Verwarnungsgelder, 35 Anzeigen und drei Fahrverbote wurden ausgesprochen. Die Polizei konzentrierte sich dabei auf Straßen außerhalb von Ortschaften, die als besonders unfallträchtig gelten, wie etwa Marke. "Örtliche Schwerpunkte waren dabei die Städte Hückeswagen und Wipperfürth", teilt Tietze mit.

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Die Unsitte, bei der Fahrt mit dem Smartphone zu hantieren, will die Polizei nun besonders scharf angehen. "Nach Beobachtungen der oberbergischen Polizei scheint die Erhöhung der Regelgeldbuße von 60 auf 100 Euro seit November noch nicht den ,Abschreckungseffekt' erzielt zu haben, wie der Gesetzgeber sich das erhofft hatte", hat Tietze festgestellt.

In den kommenden Woche nimmt die Polizei wieder verstärkt die Biker ins Visier. "Was die Motorradfahrer angeht, so liegt das Alter der Verunglückten meist im Bereich von 40 Jahren und älter", sagt Polizeihauptkommissar Frank Rösner aus Hückeswagen. Viele Fahrer schafften sich ein großes Motorrad erst im gesetzten Alter an. "Es gibt verschiedene Möglichkeiten, zum Saisonbeginn ein Auffrischungstraining zu machen", sagt Rösner. So bietet die Verkehrswacht im Kreis bis in den Mai solche Termine an. www.verkehrswacht-oberberg.de

(s-g)