Volleyball : TSV muss aufschauen

Immerhin einen Satz trotzten die Leverkusener Bundesliga-Volleyballerinnen dem USC Münster ab. Trainer Zhong Yu Zhou war nach dem 1:3 zufrieden und sieht seine Mannschaft vor allem im Angriff auf Kurs.

Zhong Yu Zhou blickte an die Hallendecke, um eine der Hauptursachen für die Niederlage zu veranschaulichen. Dazu führte der Trainer der Leverkusener Volleyballerinnen aus: "Die körperliche Überlegenheit von Münster war enorm. Selbst wenn sie Angriffe mal nicht so genau vorbereitet haben, reichte es oft, um über unseren Block zu schlagen", sagte Zhou.

Mehr als 800 Zuschauer

Zwar hatte seine Mannschaft soeben auch das fünfte Heimspiel verloren. Aber der Coach haderte nach dem 1:3 (18:25, 19:25, 25:22, 20:25) kein bisschen: "Ich bin nicht enttäuscht. Wenn wir so weiterspielen, dann bin ich zufrieden." Schließlich sei der USC Münster kein Maßstab für seinen TSV Bayer 04. Nicht nur aufgrund der Körpergröße, sondern auch wegen eines deutlichen Plus an Erfahrung musste Leverkusen zu den Gästen aufschauen. Davon überzeugten sich am Dienstagabend mehr als 800 Zuschauer in der Smidt-Arena im Bundesliga-Duell beider Teams.

Trotz des ersten Saisonsiegs (in Aachen) im Rücken startete Leverkusen nervös, fand sich schnell im Hintertreffen wieder. Erst Mitte des ersten Durchgangs hatten sich die Gastgeberinnen in die Partie hineingebissen. Allerdings legte der USC in den ersten beiden Sätzen in den engen Phasen entscheidend zu und brachte stets die nötigen Punkte zwischen sich und den TSV. Bei dem hatten die ehemalige Münsteranerin Anna Hoja und Isabel Schneider bei ihren Angriffen einen schweren Stand. Erst im dritten Abschnitt wurden Einsatz und Wille des Aufsteigers mit einem Erfolgserlebnis belohnt. Vor allem dank starker Szenen von Katharina Molitor und Kapitänin Jennifer Pettke war Leverkusen die bestimmende Mannschaft in diesem Satz und bewies auch in der engen Schlussphase Nervenstärke.

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"Das hat gezeigt, dass die Einstellung der Spielerinnen stimmt. Sie geben nie auf", lobte Zhou, nachdem Münster den vierten Abschnitt wieder mit der nötigen Konzentration für sich entschieden hatte. Mit der Angriffsleistung zeigte sich der Trainer zufrieden: "Das ist schon das Niveau, das ich mir vorstelle." Gearbeitet werden soll über den Jahreswechsel vor allem an der Stabilität der Annahme. Hier zahlte Libera Julia Lambertz gegen Münster mitunter noch etwas Lehrgeld. "Aber sie macht das sehr ordentlich. Das Einzige, was ihr fehlt", sagte Zhou, "ist Erfahrung." Und davon hat die 17-Jährige nach ihrem zehnten Einsatz in der Bundesliga nun schon wieder etwas mehr.

(RP)
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