Basketball : Thalwitzer-Pokal nach Köln

Basketball-Regionalligist MTV schlägt im Finale des Leichlinger Vorbereitungsturniers den klassentieferen TuS Opladen. Die Gastgeber wurden vierte und siegten zudem gegen die Opladener knapp im Vorrunden-Derby.

Dass es am Wochenende in der Leichlinger Realschul-Halle zu Tumulten kommen könnte wie unlängst beim WM-Vorbereitungsspiel Griechenland gegen Serbien in Athen, als ein Serbe einen Stuhl seinem Kontrahenten ins Gesicht geworfen hatte, hatten die Organisatoren des Frank-Thalwitzer-Pokals bereits im Vorfeld ausgeschlossen. "Wir haben ja nur Biertischgarnituren", sagte Leichlingens Coach Björn Jakob und zwinkerte. Von Zwistigkeiten waren die Partien aber auch so meilenweit entfernt, denn es ging Jakob und seinen fünf Kollegen ja vor allem darum, 14 Tage vor Saisonbeginn die Form der eigenen Truppe zu testen. Am weitesten scheint hier Regionalligist MTV Köln zu sein, der sich im Finale gegen Oberligist TuS 82 Opladen durchsetzte. Der heimische LTV wurde Vierter nach einem 42:54 im Spiel um Platz drei gegen die Elephants aus Grevenbroich.

"Am Samstag waren wir richtig gut, am Sonntag im Halbfinale dann richtig schlecht", bilanzierte Jakob schon vor dem letzten Spiel seiner Mannen. Die zwei Wochen, die ihnen noch blieben, bis zum ersten Meisterschaftsspiel, könne er demnach auch gut gebrauchen. "Ich denke, wir sind innerhalb der Mannschaft nicht so leicht auszurechnen und in der Breite gut aufgestellt", skizziert Jakob das, was sich im Saisonverlauf als Vorteil in den Oberligaduellen erweisen könnte.

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Ein Lokalderby, in dem es demnächst auch um Punkte geht, gab es derweil schon an diesem Wochenende. In Gruppe A trafen die Oberliga-Konkurrenten Leichlingen und Opladen aufeinander – und der LTV siegte durch einen Dreier von Eric Messing mit der Schlusssirene 44:42. Jakobs Opladener Gegenüber Franz Luderich sah dennoch einen Schritt nach vorne bei seinem Team. "Es geht weiter voran, auch wenn wir noch nicht so weit sind, wie wir vielleicht wollten." Für ihn bestehe die Aufgabe derzeit darin, um drei herausragende Akteure herum ein Team zu formen und eben nicht – wie in der Vergangenheit – eine ausgeglichene Truppe zu trainieren. Beim Halbfinalsieg gegen die zwei Klassen höher agierenden Grevenbroicher (gestern ohne Trainer Heimo Förster in der Halle) ließ Luderich Zonendeckung spielen – ein Mittel, dass er auch in der Meisterschaft verstärkt zum Einsatz kommen lassen will.

Dass die Bayer Giants erstmals dem Turnier fernblieben, sorgte bei Leichlingern und Opladenern zwar gestern immer noch für Kopfschütteln, aber da gab es als Gegenbeispiel eben auch die Kölner, die "mich in drei E-Mails bekniet haben, mitmachen zu dürfen" (Jakob). Von Gewinnen stand darin übrigens nichts.

(RP)