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Leverkusen: AOK in Opladen zu - etwa 5000 Leichlinger betroffen

Leverkusen : AOK in Opladen zu - etwa 5000 Leichlinger betroffen

Die Kunden der AOK-Filiale in der Bahnstadt stehen seit Ende November vor verschlossenen Türen. Denn ihre Opladener Geschäftsstelle hat die Krankenhasse vorerst komplett zugemacht.

Viele dieser Kunden kommen auch aus Leichlingen. Das berichtet ein ehemaliger Mitarbeiter, der anonym bleiben möchte. Seit der Schließung der Leichlinger AOK-Filiale im Jahr 2005 habe er die Kunden zur Geschäftsstelle in Opladen geschickt. "Eigentlich hätten sich Versicherte an die Filiale in Wermelskirchen wenden müssen", sagt der frühere Angestellte. "Aber die ist für viele ältere Menschen nicht zu erreichen."

Alle Kunden aus der Blütenstadt, die auf Bus und Bahn angewiesen sind, hätten deshalb ihre Angelegenheiten in der Opladener Geschäftsstelle erledigt. Der ehemalige AOK-Mitarbeiter schätzt, dass es etwa 5000 Kunden aus Leichlingen sind, die jetzt auf die Filiale in Manfort ausweichen müssen - aus Leichlingen eine "regelrechte Weltreise", wie er sagt.

Die AOK war erst vor vier Jahren von der Fußgängerzone in das neue Stadtquartier gezogen. "Wir sind mit der Erwartung in die Bahnstadt gegangen, dass der Hochschul-Campus dort bald eröffnet", sagte der zuständige Regionaldirektor Frank Mäuer. Zudem habe man auf junge Familien und das Mehrgenerationenhaus gesetzt. Doch bis heute ist der Campus Bahnstadt nicht fertig (Spatenstich war im vergangenen Jahr), "und zu uns kamen kaum Kunden", ergänzte Mäuer. Gleichzeitig sei die Monatsmiete recht hoch. Ein betroffener Kunde hatte sich zudem beschwert, dass die Versicherten über die Schließung nicht informiert wurden.

(veke)