Leverkusen: Landtagskandidat für "Lev muss leben"

Leverkusen : Landtagskandidat für "Lev muss leben"

20 Jahre ist er, macht seit einem Jahr eine Ausbildung zum Informatikkaufmann und ist überzeugt, dass ihn so schnell nichts umhaut. Der Rheindorfer Dennis Marco Wodzikowski tritt als Einzelkandidat bei der NRW-Landtagswahl im Mai an und wird von "Lev muss Leben", der Dachorganisation der Leverkusener Bürgerinitiativen, unterstützt. Gestern stellten die Interessengemeinschaft Köln-Leverkusen (IFLK), das Netzwerk gegen Lärm, Feinstaub und andere schädliche Immissionen (NGL) sowie die Bürgerliste ihren Hoffnungsträger vor.

Und der hat nach eigenen Angaben ein Hauptthema: den A 1-Ausbau bei Leverkusen. "Ich trete für die Kombi-Tunnellösung mit einem langen Tunnel an", sagt er. "Das ist meiner Meinung nach die beste Lösung, weil dafür nicht die Giftmülldeponie geöffnet werden muss." Und diese Variante müsse für die Bürger noch anschaulicher und verständlicher dargestellt werden. Dazu wolle er beitragen. Ebenso wie Daniel Sebastian Werner, der als Einzelkandidat bei der Bundestagswahl antreten wolle.

Weiteres Thema: Kinder und Jugendliche. "Wir brauchen mehr Erzieherinnen in den Kindertagesstätten", erklärt Wodzikowski, der bereits seit fast vier Jahren für die Bürgerliste im Jugendhilfeausschuss sitzt. Es gebe zu wenig. "Der Beruf muss attraktiver werden."

Außerdem ist dem Landtagskandidaten das verkürzte Abitur mit nur acht statt neun Gymnasialjahren ein Dorn im Auge. "Ich selbst habe am Berufskolleg Abi gemacht", berichtet er. Vergangenes Jahr habe er seinen Abschluss erlangt - in nicht verkürzter Zeit. Dafür sei aber eine Ausbildung zum kaufmännischen Assistenten integriert gewesen. "Ich finde, G 8 ist keine gute Sache", erklärt der Vorsitzende der Aktionsgemeinschaft Rheindorfer Vereine. "Die Abiturienten sind dann unreifer."

Erhard Schoofs, Chef der Bürgerliste und Mitglied in verschiedenen Bürgerinitiativen, ist voll des Lobs für den 20-Jährigen. Es sei gut, dass sich auch junge Leute für die Chancen und Risiken des Autobahnausbaus interessierten. "Sie sind es schließlich, die später mit den Folgen leben müssen", sagt der 77-Jährige.

Die Arbeit der Bürgerliste gefällt Wodzikowski. "Sie hinterfragt die Dinge, bietet Alternativen und macht viele gute Sachen", sagt er. Und sie unterstütze ihn gut. Daher habe er keine Angst vor dem bevorstehenden Wahlkampf. "Ich bin ein Steh-auf-Männchen", erklärt er.

(sug)
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