Leverkusen: Kritik: Zu wenig Park- und Grünflächen

Leverkusen : Kritik: Zu wenig Park- und Grünflächen

Im März wurde die erneute Aufstellung eines Bebauungsplans für das Areal an Elbe- und Masurenstraße in Rheindorf beschlossen. Nun wurde der Plan, der drei verschiedene Varianten enthält, von der Stadt der Öffentlichkeit präsentiert.

Auslöser des gesamten Vorhabens war ein Ratsbeschluss aus dem Jahr 2012, der die Optimierung der Kindergarten/-tagesstätten- und Schulstandorte vorsieht. Dementsprechend geht es in dem Bebauungsplan (Nummer 189/I) besonders um die Sternenschule (städtische Gemeinschaftsgrundschule), deren Schulgebäude abgerissen werden soll. Gebaut werden soll an ihrer Stelle eine Kindertagesstätte, die rund 150 Plätze bieten soll. Während die Schulsportanlagen erhalten bleiben, soll auf dem restlichen Grundschulgelände ein Neubaugebiet entstehen. Das ist Kern aller drei Varianten des vorgestellten Bebauungsplans.

Die städtischen Varianten unterscheiden sich weniger in der Anzahl, als vielmehr in der Ausrichtung der Gebäude voneinander. Die erste Variante sieht 36 Wohngebäude vor, die zweite 34 und die dritte 28. Angedacht sind vor allem Reihen- und Einfamilienhäuser. Für alle Varianten gilt, dass die Bebauungsideen zweigeschossige Flachdachgebäude mit Staffelgeschossen vorsehen.

Seitens der Bürger, es waren nur zwölf Personen gekommen, gab es vor allem zwei Kritikpunkte. Eine Befürchtung ist, dass es an Parkplätzen mangeln werde. Mehrere der Anwesenden betonten, dass die Parkplatzsituation ohnehin schon problematisch sei.

Claudia Fricke vom Fachbereich Stadtplanung konnte insofern beruhigen, als sie darauf verwies, "dass für die neu geplanten Häuser ausreichend Stellflächen vorhanden sein werden." Das wirkte jedoch nur bedingt beruhigend. So äußerte Klaudia Kunkel, die in der Zschopaustraße, also unmittelbar am neu geplanten Quartier, wohnt: "Es wird kaum an die bereits dort Wohnenden gedacht." Ihre Aussage bezog sie dabei nicht nur auf die Parkplatzsituation.

"Die Grünflächen, wie die Wiese nördlich des Schulgebäudes, werden verkauft und stehen den Kindern damit nicht mehr zur Verfügung", sagte Kunkel. Stadtplanerin Fricke nahm auch diese Anmerkung auf und betonte, dass der Plan aber den Erhalt der einrahmenden Grünstrukturen vorsehe.

Ob eine Variante und wenn ja, welche, letztendlich gewählt wird, steht noch nicht fest. Das Schulgebäude wird voraussichtlich nach dem Schuljahr 2017/18 abgerissen. Die Planunterlagen können noch bis zum 18. Juni eingesehen werden (Wiesdorf, Elberfelder Haus, Hauptstraße 101).

(aks)
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