Leverkusen: Alkenrath: Bürgerinitiative kritisiert Verkehrsideen

Leverkusen : Alkenrath: Bürgerinitiative kritisiert Verkehrsideen

Mirko Apostolovski, der Vorsitzende der "Bürgerinitiative Alkenrath" ist mit den städtischen Verkehrsplanungen für den Stadtteil Alkenrath überhaupt nicht einverstanden: "Alkenrath wird weiter kaputt gewirtschaftet", schrieb Mirko Apostolovski gestern an unsere Redaktion. Die Planungen der Stadtspitze, insbesondere von Baudezernentin Andrea Deppe gingen völlig fehl und "zementieren den momentanen Zustand in Alkenrath". Die Planungen der Verwaltung zeigten einmal mehr, "dass die Stadtteile Alkenrath und Schlebusch keine ernstzunehmenden Volksvertreter in Rat und Bezirk haben".

Die Stadt hat die von Bürgern und Politikern vorgeschlagenen Verkehrslösungen für Alkenrath von einem Gutachter prüfen lassen: beispielsweise Minikreisel an den Einmündungen, Kreisverkehr und eine verlängerte Abbiegespur an der Gustav-Heinemann-Straße/Alkenrather Straße. Im Grunde schlägt die Stadt nur die Abbiegespurvariante vor. Alle anderen Maßnahmen könnten nur für eine Beschleunigung des Verkehrs sorgen, was für Alkenrath ehe schlecht sei, hatten Baudezernentin und Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn vergangene Woche gesagt.

Der Bürgerinitiativensprecher Apostolovski meint, dass die Idee, die Abbiegespur auf die Gustav-Heinemann-Straße zu verlängern, Alkenrath nicht weiterhelfen werde. "Im Gegenteil: Sie wird den Stau beim Verkehrsabfluss auf der Alkenrather Straße, der durch die 18 000 Fahrzeuge täglich entsteht, eher noch verlängern."

Die Lösung der Wahl sei die Schaffung von Kreisverkehren sowohl auf der Alkenrather Straße als auch an der Einmündung der Alkenrather Straße auf die Gustav-Heinemann-Straße. Der Idee basiere im Wesentlichen auf einem Modell, "welches seit Jahren sehr erfolgreich in den Kommunen der Städteregion Aachen systematisch umgesetzt wird". Beispiel: Die Stadt habe vor Jahren dieselben Verkehrsprobleme wie Alkenrath gehabt: "Der Verkehr wurde mit derartigen Kreisverkehr deutlich entzerrt und beruhigt." Dass hierdurch der Verkehr zunehmen würde, sei nicht belegt. Auch die Ablehnung des Durchfahrverbots für Lkw hält die Bürgerinitiative für falsch. Dies sei für ein Wohngebiet wie Alkenrath nicht akzeptabel. Der von der Stadt beauftragt Gutachter hatte allerdings festgestellt, dass die überwiegende Zahl von Lkw als Ziel Alkenrath oder das Gewerbegebiet Fixcheide haben.

Apostolovski bilanziert in seiner Stellungnahme aber auch: "Wie es zu erwarten war, haben die Stadtteile Alkenrath und Schlebusch seit der letzten Kommunalwahl keine bürgerorientierten Vertreter in Rat und Bezirk mehr." Und: "Sinnvolle Lösungen werden von den momentanen Rats- und Bezirksvertretern nicht mal annähern in Erwägung gezogen." Die Bürgerinitiative will sich weiter engagieren und weitere Aktionen planen.

(US)
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