16-Jähriger aus Leverkusen ist Chempark-Chef für einen Tag

16-jähriger Schüler : Chempark-Chef für einen Tag

Erik John (16) erlebt den Arbeitsalltag mit Feueralarm und Pressetermin.

Faulenzen in den Sommerferien? Auf Erik John,  Schüler des Werner-Heisenberg-Gymnasiums, passt dieses Klischee am Mittwoch nicht. Er darf an diesem besonderen Tag hinter die Kulissen des Chemiekonzerns am Rhein schauen und Leiter Lars Friedrich für einen Tag die Arbeit abnehmen.

Vor einigen Monaten bewarb sich Erik bei der Aktion „Meine Position ist spitze!“ des Chemie-Netzwerks „ChemCologne“. „Meine Chemie-Lehrerin hat mich damals auf die Aktion aufmerksam gemacht, weil sie weiß, wie sehr ich mich für Chemie und Unternehmensführung interessiere“, berichtet der 16-Jährige. Durch die Teilnahme an einem Management-Programm in den USA bringt er für sein Alter schon viel Erfahrung im Bereich Geschäftsführung mit. Jetzt möchte er seinen Berufswunsch bei „Meine Position ist spitze!“ vertiefen.

Bereits zum fünften Mal in Folge haben Jugendliche die Möglichkeit,  bei der immer mehr Zulauf erhaltende Aktion den Arbeitsalltag einer Führungskraft kennenzulernen. In diesem Jahr beteiligen sich neben  Currenta insgesamt zehn Unternehmen aus der Region, die gemeinsam zwölf Positionen für junge Menschen zur Verfügung stellen.

Im Standort Leverkusen startet der Arbeitstag des Jungmanagers um 9 Uhr mit der Anmeldung am zentralen Besucherempfang und der Schlüsselübergabe durch den eigentlichen Funktionsträger, Lars Friedrich. Dann jagt ein Termin den nächsten. Schon auf dem Sicherheitsrundgang durch die Produktionsanlagen wartet die erste ungeplante Überraschung auf den neuen Leiter. „Während des Rundgangs durch die Sicherheitszentrale gab es tatsächlich einen Einsatz wegen eines Brandmelderalarms der Stufe zwei“, berichtet Erik ein wenig aufgeregt.

So spannend, wie der Tag begonnen hat, geht er auch weiter. Nach der Besprechung mit der Wehrleitung darf Erik über eine Spendenvergabe in Höhe von 500 Euro entscheiden. Er wählt das Tierschutzzentrum Leverkusen. Bei der Spendenübergabe wird der Schüler auch mit dabei sein. Am Nachmittag beschäftigt sich der Chempark-Leiter während eines Fototermins, eines Kameratrainings und eines Pressetermins mit der Öffentlichkeitsarbeit von Currenta. „An die ganzen Kameras muss man sich erstmal gewöhnen“, sagt Erik lachend.

„Nachwuchsförderung ist uns ein wichtiges Anliegen. Wir möchten zeigen, dass hinter den dicken, konservativ wirkenden Mauern des Chemieparks, spannende, zukunftsorientierte Berufe liegen“, berichtet Friedrich. Er und „ChemCologne“-Geschäftsführer Daniel Wauben sind sich sicher, dass der Chempark auch nächstes Jahr wieder Teil der Aktion ist.

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