„Rettungsschirm“ für Quartierstreff in Leichlingen

Stadt will helfen : „Rettungsschirm“ für Quartierstreff

Die Finanzierung des Leichlinger Quartierstreff ist für 2020 noch nicht gesichert.

(inbo) Bis zum Mai 2020 ist noch Zeit, geplant werden muss aber bereits jetzt: Weil die Finanzierung des Leichlinger Quartierstreff nicht für die Zukunft gesichert ist, hat die SPD im Ausschuss für Strategie, Kultur und Soziales (SKS) am Donnerstag beantragt, einen städtischen „Rettungsschirm“ in Form einer Ausfallbürgschaft zu beschließen. Der Vorschlag wurde im Gremium wohlwollend aufgenommen.

Da in den Fraktionen noch Beratungsbedarf bestand, wurde der finale Beschluss in den Haupt- und Finanzausschuss am 18. November vertagt. „Wir meinen, dass der Quartierstreff eine sehr gute und qualifizierte Arbeit macht, mit der verschiedenste Gruppen in der Gesellschaft angesprochen werden“, sagte SPD-Ratsfrau Roswitha Süßelbeck zur Begründung des Antrags ihrer Fraktion. Der Quartierstreff organisiert seit September 2017 regelmäßig Veranstaltungen und Aktionen, darunter Mitsingkonzerte, Reparaturcafés, Frauenfrühstück oder Stadtspaziergänge. Die Einrichtung ist an das Altenzentrum Hasensprungmühle angegliedert und wird bislang finanziert aus Mitteln des Altenzentrums und der Stiftung Wohlfahrtspflege NRW in Kooperation mit Partnern wie dem Spar- und Bauverein Leichlingen und der Stadt. Die Förderung aus der Stiftung Wohlfahrtspflege war als Anlauffinanzierung gedacht und läuft im Mai 2020 aus. Eine Fortsetzung der Unterstützung durch diese Stiftung ist laut SPD ausgeschlossen. Deshalb wurde bereits ein Antrag bei der „Aktion Mensch“ gestellt. „Ob hier allerdings eine Förderung gewährt wird, ist höchst fraglich“, heißt es im Antrag der SPD. Da aber bereits jetzt die Planungen für das Angebot im kommenden Jahr laufen müssen, macht sich die SPD dafür stark, dass die Stadt eine Bürgschaft über 20.000 Euro übernimmt. „Es soll ein Zeichen für den Quartierstreff und seinen Erhalt sein“, betonte Süßelbeck. Nur für den Fall, dass die Finanzierung von anderer Stelle nicht fortgeführt werde, würde die Stadt einspringen.

Auch Kämmerer Thomas Knabbe gab im Ausschuss grundsätzlich positive Signale, diskutiert wird im Rahmen der Haushaltsberatungen nun im Haupt- und Finanzausschuss. Für die Zukunft hat die SPD beantragt, dass die Verwaltung, „mit dem Altenzentrum Hasensprungmühle eine tragfähige Finanzierung für die Zukunft erarbeiten“ soll. Schließlich habe sich der Treff dank des großen Engagements der Mitarbeiterinnen sowie ehrenamtlicher Ideengeber hervorragend entwickelt, betont die SPD.

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