Quartierstreff in Leichlingen bietet kreative Kurse an

Kunstaktion : Kreative drücken Leichlinger Quartierstreff ihren Stempel auf

Kunstaktion "to go" lockte am Wochenende rund 15 Leichlinger Nachbarn an

Wer am Wochenende zu Gast im Leichlinger Quartierstreff auf der Gartenstraße war, wird bei seinen Einkäufen in Leichlingen künftig leicht zu erkennen sein: Die Teilnehmer der Aktion „Kunst to go“ haben sich alle individuelle, kunstvolle Taschen mit speziellen Textil-Mosaik-Stempeln gestaltet. Entstanden sind auf spielerische Weise bunte, witzige, persönliche, kreative Bilder auf Stoffbeuteln.

Das Angebot ist Teil des diesjährigen Sommerprogramms des Quartierstreffs. Angeleitet wurden die Kreativen bei ihrem „to go“-Mosaik-Druck von dem Leverkusener Künstler und Grafiker Alfred Prenzlow. Wie viele Menschen das Angebot am Samstagvormittag annehmen würden, hätte Quartierstreff-Mitarbeiterin Sabine Rauh vorher gar nicht sagen können: „Einige hatten den Termin fest eingeplant, andere sind einfach auf der Straße stehengeblieben und haben spontan mitgemacht“, erzählte sie.

Den Tisch mit den bunten Stempeln und Farben hatten sie extra vor das Ladenlokal in der Gartenstraße gestellt, um den Sommermorgen zu nutzen und vielleicht weitere Mitstreiter anzulocken. Zu denen, die die Kunstaktion fest eingeplant hatten, gehörten die Leichlingerin Eva Dodt und die Leverkusenerin Dagmar Bischoff: Sie hatten sich sogar die Wecker gestellt, um nichts zu verpassen. „Ich habe das Angebot im Programmheft gesehen und genieße die schöne offene und freundliche Atmosphäre hier“, nannte Dodt die Beweggründe, sich am Wochenende extra rechtzeitig aus dem Bett zu erheben.

Ähnlich ist es auch Dagmar Bischoff ergangen: Sie suchte im Quartierstreff vor allem den Kontakt zu anderen Menschen, wollte aber zugleich mit dem Kunstangebot einmal für sich neue Wege gehen. „Etwas Vergleichbares haben wir in Opladen nicht“, sagte sie.

Gerade um den zwischenmenschlichen Austausch geht es im Leichlinger Quartierstreff: „Unser Ziel ist es, Menschen zusammenzubringen, dass sie sich in der Nachbarschaft kennenlernen, etwas von Nachbarn für Nachbarn tun“, erklärte Sabine Rauh. Dazu passte das Projekt von Alfred Prenzlow ausgezeichnet: Über die eigenen Taschen hinweg wurden Farben getauscht, Stempel herumgereicht, Beutel präsentiert, um Anregungen für die weitere Gestaltung zu bekommen, vor allem aber kreativ gearbeitet.

„Hier geht es darum, die eigenen Ideen kommen zu lassen, alles ist erlaubt, es ist die eigene Tasche. Niemand macht etwas Vorgegebenes“, erklärte Prenzlow. Alles, was man in sich trage, könne man nach außen lassen.

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