Leichlingen: Bürgermeister befürwortet Markthalle im Brückerfeld

Leichlingen: Bürgermeister befürwortet Markthalle im Brückerfeld

In die Leichlinger Innenstadtentwicklung könnte in der nächsten Zeit erkennbar Bewegung kommen. Der Solinger Projektentwickler Kleinpoppen Projekte führt aktuell Gespräche mit Bürgermeister Ernst Müller und dem Bauamt zur Entwicklung einer Markthalle im Brückerfeld. "Wir stellen uns eine solche Halle ähnlich vor wie das Marktkarree in Langenfeld", erklärte Geschäftsführer André Kleinpoppen auf Anfrage unserer Zeitung.

Ansiedeln möchte er dort Händler mit Spezialprodukten wie zum Beispiel Öl, Essig und Wein, Fischhändler und Metzger, aber auch Gastronomie. "Das Ganze soll zum Verweilen und Einkaufen einladen", sagte der Projektentwickler.

Gedacht ist die Markthalle bislang über zwei Etagen mit insgesamt 800 Quadratmetern auf einer Grundfläche von rund 320 Quadratmetern. Nach Aussage Kleinpoppens habe die Feuerwehr die Pläne bereits auf ihre Belange hin geprüft und grünes Licht gegeben. Das vorhandene Baurecht müsse zwar leicht angepasst werden, mit den notwendigen Abstandsflächen, Höhen und Zuwegen sei das Vorhaben aber ebenso vereinbar wie mit den Interessen des Wochenmarktes. Der habe genug Platz, um sich um die Halle herum zu platzieren. Wichtig für die umliegenden Händler: "Wir wollen mit den Sortimenten in der Markthalle den ansässigen Geschäftsleuten keine Konkurrenz machen, sondern das Angebot ergänzen", erklärte André Kleinpoppen. Dieses Anliegen unterstützt auch Bürgermeister Ernst Müller. "Ich halte persönlich sehr viel von dieser Idee, weil damit die Besucherfrequenz in Leichlingen erhöht werden könnte", sagte Müller. Zuvor hatte die Stadtverwaltung mit Kleinpoppen verschiedene Standorte in Leichlingen für dieses Projekt geprüft und favorisiert nun den zentralen Platz mitten im Brückerfeld. "Die rechtlichen Voraussetzungen könnten gegeben sein", bestätigte Müller.

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In Kürze will er das Vorhaben, das unabhängig von der Innenstadtentwicklung rund um den neuen Stadtpark und das Wupperufer zu sehen ist, in einer Vorlage zur Beratung in den Ausschüssen und im Stadtrat formulieren. Trifft es dort auf Zustimmung der Politiker, könnte nach Aussage André Kleinpoppens bis Ende dieses Jahres alles vertraglich Notwendige geregelt sein und die Markthalle im nächsten Jahr gebaut werden.

Die Hallenidee ist indes nicht neu und in der jahrelangen Diskussion um die Leichlinger Innenstadtentwicklung schön häufiger ins Rennen gebracht worden. Bereits das Stadtentwicklungskonzept des Düsseldorfer Stadtplaners Prof. Fritschi aus dem Jahr 2008 sah eine Markthalle im Brückerfeld vor.

(inbo)
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