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Leichlingen/Leverkusen: Wird Diepentalsperre aufgegeben?

Leichlingen/Leverkusen : Wird Diepentalsperre aufgegeben?

Die Diepentalsperre war Thema bei einem Treffen zwischen Bezirksregierung, Leverkusens Oberbürgermeister Reinhard Buchhorn, Leichlingens Stadtchef Ernst Müller und Vertretern des Wupperverbandes. Trotz Absenkung des Stauwasserspiegels und einer provisorischen Lösung der Betreiber (die Talsperre befindet sich in privatem Eigentum) "besteht nach wie vor dringender Handlungsbedarf", meldete der Wupperverband.

Die Talsperre ist stark sanierungsbedürftig. Eine konkrete Lösung für oder gegen den Erhalt der Talsperre wurde bei dem Treffen am Dienstag noch nicht erarbeitet, aber die Herangehensweise festgelegt. Die technische Umsetzbarkeit und die Kosten und Förderfähigkeit sollen in zwei Varianten geprüft und bewertet werden:

Variante 1: Wiederherstellung der Talsperre zu Erholungs- und Freizeitzwecken nach dem Stand der Technik.

Variante 2: Aufgabe der Talsperre und Renaturierung des Murbachs. Die erste Variante bedeute laut Wupperverband Investitionen von über einer Million Euro — plus jährliche Betriebskosten. Die zweite Variante wäre, so die Einschätzung des Wupperverbandes, möglicherweise kostengünstiger, weil sie eventuell bis zu 80 Prozent gefördert werden könnte. Genauere Ergebnisse soll eine Machbarkeitstudie aufzeigen, die noch in diesem Jahr vorliegen werde.

(LH)