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Hückeswagen: Ordnungsamt erwartet viel Arbeit an Talsperren

Vorbereitung auf den Sommer an der Bever : Ordnungspartnerschaft erwartet viel Arbeit

Die Frühjahrssitzung aller Beteiligten fand coronabedingt online via Zoom statt. Rund um die Bever werden viele Ausflügler erwartet. Die Behörden wollen bei schweren Verstößen konsequent vorgehen.

Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen werden uns sicher noch etwas länger beschäftigen. Deshalb erwarten auch die Beteiligten der „Ordnungspartnerschaft Bever“ viel Arbeit in den kommenden Monaten. Denn die Menschen zieht es nach draußen, an die frische Luft, ans Wasser, in die Sonne.

Bei ihrer Frühjahrssitzung, die 2021 coronabedingt online via Zoom stattfinden musste und nicht wie sonst in den Vorjahren beim Wupperverband an der Bever-Talsperre, besprachen die Partner die kommende Saison. Und die wird nach übereinstimmender Meinung aller Beteiligten arbeitstechnisch nicht unbedingt leichter. „Deshalb werden die normalen Streifendienste auf jeden Fall stattfinden“, kündigt Roland Kissau vom Ordnungsamt an. Im Auto würden alle Mitarbeiter Masken tragen, außerdem seien aber auch wieder die Bootsstreifen geplant. „Also eigentlich alles wie gehabt, nur eben mit Corona“, sagt er. Bei der Planung gebe es halt ein ganz anderen Miteinander, aber alle Partner seien sehr flexibel. Einig sind sich alle, dass die Menschen trotz Corona zur Bever pilgern werden. Und zwar in Scharen. Ob aus Wuppertal, Remscheid, dem Ruhrgebiet oder aus Köln – zunächst einmal gibt es keine Einschränkungen für das Liegen auf der Wiese. Auch die Dauercamper dürfen auf ihre Plätze. Tagesgäste auf den Campingplätzen rund um die Bever sind dagegen nicht erlaubt. „Wir rechnen aber auf jeden Fall mit einem verstärkten Aufkommen von Ausflüglern“, sagt Kissau. An den wenigen warmen Tagen der vergangenen Wochen sei ja auch schon jede Menge los gewesen – zum Beispiel an der „Zornigen Ameise“. Die Parkplätze am Bever-Damm sind nach Auskunft von Kissau trotz der Vollsperrung anfahrbar. Nur bis Oberlangenberg lasse sich die Kreisstraße 5 nicht befahren. Sein dringender Tipp an alle, die die schöne Umgebung an der Bever genießen wollen: Maske nicht vergessen und Abstand halten. Wird es dann richtig sommerlich, gelten auch im Corona-Jahr die üblichen Vorschriften: Das Zelten, Rauchen, Feuer und Shishas sind verboten. „Da das Reisen in diesem Jahr ja noch nicht in dem sonst üblichen Rahmen möglich sein wird, erwarten wir schon viele Menschen, die sich zur Bever oder zur Kräwi aufmachen werden“, sagt Kissau. Deshalb werden die Ordnungspartner in den kommenden Wochen und vor allem natürlich an den wettertechnisch schönen Wochenenden besonders wachsam sein. So wurde der Ordnungsdienst bereits personell aufgestockt aus anderen Fachbereichen der Hückeswagener Stadtverwaltung: „Zwei Mitarbeiter aus dem geschlossenen Bürgerbad haben sich bereits gut eingearbeitet und verstärken unser Team in dieser Saison“, sagt Kissau. Er glaubt, dass Hückeswagen gut vorbereitet und aufgestellt sei, um auch diese Corona-Saison zu meistern. Polizei und Wupperverband hätten auch bereits signalisiert, wieder mit im Boot zu sitzen.

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Die Einsätze erfolgen auch 2021 „lageabhängig“ bei schönem Wetter. Regelmäßig immer donnerstags studiert Kissau mit seinen Kollegen den Wetterbericht fürs folgende Wochenende und teilt die Dienste an der Bever entsprechend ein.

Eine deutliche Warnung spricht der Mitarbeiter des Ordnungsamtes gegen alle Zeitgenossen aus, die es lustig finden, Baustellenabsperrungen zu ignorieren oder gar zur Seite zu schieben. „Die fahren dann in den gesperrten Bereich, um dort zu parken“, sagt er. Man habe deshalb den kompletten Bereich an der K 5 als Feuerwehr-Zufahrt gesperrt, in dem natürlich nicht geparkt werden darf. „Wir hatten auch schon Besucher, die die Schranke einfach zur Seite geschoben haben“, berichtet Kissau.

Er selbst beobachtete auch schon mal fünf Quad-Fahrer aus dem Märkischen Kreis, die sich an der Bever-Talsperre ebenfalls nicht um Absperrungen scherten. „Und das natürlich mit dem entsprechenden Geräuschpegel“, sagt Kissau. Solches Fehlverhalten werde man natürlich konsequent ahnden, kündigt er an.