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Kommentar: "Mutterpartei" muss ihre "Kinder" halten

Kommentar : "Mutterpartei" muss ihre "Kinder" halten

Was ist los mit der CDU Leichlingen? Mitglieder treten aus, die Junge Union wendet sich vom Vorstand ihrer "Mutterpartei" ab, Ratsmitglieder wollen nicht mehr kandidieren. Soweit die Fakten. Wo es dran liegt? Auf diese Frage wird es unterschiedliche Antworten und wahrscheinlich unterschiedliche "Wahrheiten geben".

Weg diskurtieren lassen sich die Fakten aber nicht, es nutzt also nichts, den Kopf in den Sand zu stecken. Ohne selbstkritische Ursachenforschung — und zwar auf allen Seiten — ist der CDU Leichlingen nicht zu helfen. Eines muss sich der CDU-Vorstand aber vergegenwärtigen: Es ist nicht selbstverständlich, dass die Junge Union und ihre Ratsmitglieder trotz der Aufkündigung ihrer Unterstützung und der Kandidatur weiterhin in der CDU bleiben wollen und dort trotz aller Querelen immer noch ihre politische Heimat sehen. Es kann der CDU Leichlingen nämlich auch leicht so ergehen wie der CDU in der Nachbarstadt Wermelskirchen: Dort haben von der "Mutterpartei" Enttäuschte in den vergangenen Jahren drei neue Ratsfraktionen und -parteien gegründet. Und nun versucht die CDU dort, die verlorenen Söhne wieder zurück zu holen. Die CDU Leichlingen sollte jetzt jede Anstrengung unternehmen, dass ihr ihre "Kinder" erst gar nicht verloren gehen.

GUNDHILD TILLMANNS

(RP)