Fußball : Nur noch Schlüsselspiele

Der Abstiegskampf in der Fußball-Landesliga spitzt sich im Jahres-Endspurt zu. Der HSV Langenfeld muss gegen den SC Union Nettetal auf jeden Fall gewinnen und TuSpo Richrath darf gegen Nievenheim auf keinen Fall verlieren.

Für die Fußball-Landesligisten HSV Langenfeld und TuSpo Richrath geht der Parallelflug in der unteren Tabellenhälfte in eine entscheidende Phase — zumindest für den Rest des Jahres 2011. Beide wollen schließlich auf einem Nicht-Abstiegsplatz überwintern.

 Ausblick: Der HSV hofft, dass Christoph Roßlenbroich (links) vor seinem Weggang noch möglichst viel für Langenfeld bewegen kann.
Ausblick: Der HSV hofft, dass Christoph Roßlenbroich (links) vor seinem Weggang noch möglichst viel für Langenfeld bewegen kann. Foto: Matzerath (archiv)

Der HSV, der auf Platz 15 das erste direkte Ticket nach unten nehmen müsste, braucht gegen den Letzten SC Union Nettetal doppelt dringend einen Sieg (Sonntag, 14.30 Uhr, Burgstraße). TuSpo darf sich gegen den VdS Nievenheim zumindest keine Niederlage einfangen (Sonntag, 14.30 Uhr, Schlangenberg). Weil Richrath auf Rang 13 eine Partie mehr ausgetragen hat als die wichtigste Konkurrenz, sollte es am besten ebenfalls ein Dreier sein.

Der HSV steht jetzt vor einem von mehreren Schlüsselspielen bis Weihnachten. Die Mannschaft von Trainer Oliver Fecker zeigte zuletzt aber zwei sehr unterschiedliche Vorstellungen, dann nach dem 6:1-Erfolg gegen TuRU Düsseldorf II folgte das 0:5 beim TSV Eller 04. "Bei uns ist es derzeit ein Auf und Ab. Jetzt müssen wir schauen, dass wir wieder nach oben kommen — und da bleiben", meint Fecker.

  • Lokalsport : HSV-Fußballer fegen im Derby Richrath vom Platz
  • Lokalsport : TuSpo Richrath trennt sich von seinen Trainern
  • Lokalsport : TuSpo Richrath holt Mirtic und Dresen

Ausreden verboten

Klar: Das Duell mit dem Tabellenletzten ist eine Pflicht-Übung. Die Gäste holten als Abstiegskandidat Nummer eins aus bisher 13 Saisonspielen erst vier Zähler. "Da gibt es keine Ausreden und Entschuldigungen. Die drei Punkte müssen her", betont der HSV-Coach, der einigermaßen entspannt auf die aktuelle personelle Lage blicken kann.

Nur die angeschlagenen Daniel Nellen und Marian Zündorf mussten in dieser Woche eingeschränkt trainieren. Dafür erreichte den HSV aber jüngst eine ganz andere Hiobsbotschaft: Christoph Roßlenbroich wird den Verein im Winter verlassen. Den Mittelfeld-Mann — wegen seiner Schnelligkeit "Speedy" genannt — nimmt demnächst ein Studium im Ausland auf.

Mit Änderungen in der Winterpause beschäftigt sich auch Richraths Trainer Marek Lesniak, der sein Team auf jeden Fall verstärken möchte — personell wie konditionell und taktisch. "Meine Spieler haben nie gelernt, wie sie als Mannschaft mit elf Spielern verteidigen können", betont der 47-Jährige, der in seiner Profizeit ein exzellenter Stürmer war und allein deshalb nie eine sture Defensive verfolgen wird.

Ihm geht es eher darum, die Elf kompakter wirken zu lassen und die einzelnen Mannschaftsteile zu einem Ganzen zu formen. Bisher kassierte Richrath in dieser Saison bereits 36 Gegentreffer — irgendwie ein Unding angesichts der Tatsache, dass in Jan Conradi ein Klasse-Keeper zwischen den Pfosten steht.

So stark wie Eller

Das 4:3 vom vergangenen Sonntag in Nettetal war für Richrath die reine Notwendigkeit im Abstiegskampf — und kein bisschen mehr. Die kommende Aufgabe gegen Nievenheim wird nun wieder eine viel höhere Herausforderung. Beweis: Als zuletzt das Heimspiel gegen den SV Wersten 04 nach einer Stunde abgebrochen wurde (Gäste-Spieler verletzt), führte Nievenheim bereits mit 7:0. Lesniak stuft den Tabellenvierten ähnlich hoch ein wie den TSV Eller 04, der vor zwei Wochen am Schlangenberg zu Gast war. Damals kassierte Richrath immerhin eine verdiente 3:5-Pleite.

(rod-)