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HSV Langenfeld und FC Monheim II trennen sich 0:0

Fußball, Bezirksliga : Bezirksliga-Derby endet torlos

Der HSV Langenfeld und der FC Monheim II trennen sich 0:0. Die schlechte Serie der SF Baumberg II hält bei der 0:4-Niederlage bei DV Solingen ebenso wie die gute des SSV Berghausen, der beim Tabellenführer Solingen 03 mit 3:1 gewinnt.

Zwischen dem HSV Langenfeld und der Reserve des 1. FC Monheim gab es am 13. Spieltag in der Fußball-Bezirksliga keinen Sieger. Das Spiel endete am Sonntag torlos. Zwar hatte der HSV mehr Spielanteile, Monheim aber wehrte sich tapfer und hätte in zwei Situationen in Führung gehen können. Unterschiedliche Meinungen herrschten zwischen den beiden Trainern bezüglich einer möglichen Elfmeter-Szene. HSV-Coach Lukas Beruda hätte gerne einen Pfiff gehört, als Angreifer Philipp Betz im Sechzehner von hinten „umgerannt“ wurde. „Überall sonst ist das ein Freistoß“, monierte der Fußballlehrer. Sein Pendant aufseiten des FCM, Michael Will, reagierte stutzig ob dieser Beschreibung, sprach Beruda aber nicht ab, richtig zu liegen. Er sagte: „Die Szene habe ich überhaupt nicht im Kopf. Daran kann ich mich nicht erinnern.“

Insgesamt sind Will und seine Schützlinge mit dem Punktgewinn zufrieden. „Wenn wir beim Tabellendritten ohne Gegentor bleiben, und mit einem Punkt nach Hause fahren, dann ist das ein Erfolg für uns. So ein Spiel gibt Selbstvertrauen“, erläuterte Will, der im Kampf um den Klassenerhalt einen weiteren Zähler auf der Habenseite sieht. Es hätten sogar zwei mehr sein können, wäre der Ball nach einem misslungenen Klärungsversuch des HSV nach Flanke von Anton Vogel in der 35. Minute ins Tor und nicht an die Latte gegangen. Zudem wurde ein Kopfball von Marcel Tillges kurz vor der Pause auf der Linie geklärt (41.).

  • Florian Ness (HSV) und Alexander Klatt
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  • HSV-Spieler Severin Krayer hebt den Ball
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  • Inter Monheims Erkan Öztürk leitete mit
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Beruda berichtete selbstkritisch: „Letztlich haben wir nicht mit der Konsequenz gespielt wie die vergangenen Wochen. Es war kein gutes Spiel von uns. Wir haben es nicht geschafft, uns genügend Torchancen herauszuspielen.“ Der Punktgewinn bringe die Hausherren nicht weiter, betonte er.

HSV: Cyrys – Benecke (46. Uhlenbrock), Neß, Cartus, M. Klein (64. Wallraf), Ruß, Schwake (75. Große Enking), M. Sezer (64. Ngoma Ndey), Betz (71. Krayer), Beyen, Schnadt.
FCM: Knauf – Borchard, Drossel, Psiorz, Wiesner, Krings (69. Komorek), Kubina, Mensah (81. Ulrich), Tillges (90. Weber), Vogel (75. Zadran), Kessler (87. Gaca).

Die SF Baumberg II setzen ihren Negativlauf fort. In den vergangenen sieben Tagen musste die Mannschaft von Spielertrainer Sven Steinfort drei Niederlagen einstecken. Nun verlor sie 0:4 (0:2) bei DV Solingen, das bis dato von den vergangenen sieben Spielen keines für sich entscheiden konnten. Über die schlechte Serie kommen die SFB den Abstiegsränge wieder gefährlich nahe. „Wir wollten eigentlich nichts damit zu tun haben, aber jetzt sind wir mittendrin, und dann müssen wir das auch annehmen“, sagte Steinfort. Ein Punkt trennt seine Elf von der roten Zone. „Ich bin so ein bisschen ratlos“, gab er zu, „wir brauchen mal wieder ein Erfolgserlebnis.“ Das blieb allerdings erneut aus. Nach einer Ecke hätten die Baumberger in Führung gehen können, doch der Schlussmann der Solinger glänzte im Eins gegen Eins. Danach ließen die SFB jedwede Torgefahr vermissen. Laut Steinfort lief der Ball zumindest im zweiten Spielabschnitt bis zur Box gut, dann aber „konnten wir uns keine einzige Torchance kreieren“.

SFB: Litschko – Klatt, Machmüller, Bengi (61. Wieczorek), El Marhoumi, Kiwitt, Kizilarslan, Janßen, Scharpel, Tchouangue, Kotlorz (67. Kumukov).

Für eine kleine Überraschung sorgte der SSV Berghausen. Die Auswahl von Trainer André Köhler gewann ihr Spiel bei Tabellenführer Solingen 03 mit 3:1 (1:0) – obwohl die Mannschaft unter der Woche 120 Minuten im Pokal spielen musste. Der SSV zeigt damit eindrucksvoll die gute Verfassung, in der er sich befindet, gewann er doch sieben der vergangenen acht Partien. Für die Berghausener trafen Benedikt Brusberg mit einem schönen Drehschuss (25.), Imad Bousmayou (67.) und Jens Weidenmüller nach einer Ecke (86.). „Diese Form haben wir uns erarbeitet“, berichtete Köhler. „Wir haben hochverdient gewonnen.“ Er sah die besseren Tormöglichkeiten, den besseren Einsatz und die bessere Spielanlage bei seiner Mannschaft. Die knackte den Spitzenreiter, indem sie ihn hoch anlief, fast ausschließlich zu langen Bällen zwang und das Spielgerät mittels guter Restverteidigung schnell zurückeroberte. Nur in einer Phase nach der Halbzeit drängten die Gastgeber den SSV vors eigene Tor – und der Ausgleich fiel (60.).

Dennoch befreite sich das Team von Köhler, der zusammenfasste, was fast wie eine Drohung an die Konkurrenz wirkt: „Nach sehr holprigem Start sind wir sehr glücklich, aber wir hören jetzt nicht auf.“ Der SSV ist Tabellenvierter.

SSV: Wazakowski – Czogalla (50. Grutza), Freer, Gerasch, Weidenmüller, Bousmayou, Brusberg, Krohn (66. Paulmann), Pekuz (80. Franke), Scholer, Ogon (87. Nellen).