Frauenfußball, Niederrheinliga Ziel: Ohne Verletzte durchkommen

Langenfeld · Die Fußballerinnen des HSV Langenfeld haben nur neun Spielerinnen aus ihrem Niederrheinliga-Kader für die Partie gegen Borussia Bocholt II zur Verfügung. Trainer Carsten Kerkhoff wird mit Akteurinnen aus der Reserve auffüllen müssen.

 Auch Sarah Linker fehlt dem HSV – berufsbedingt.

Auch Sarah Linker fehlt dem HSV – berufsbedingt.

Foto: Matzerath, Ralph (rm)/Matzerath, Ralph (rm-)

Nach dem Pokal-Aus am vergangenen Mittwoch wollen die Fußballerinnen des HSV Langenfeld in der Niederrheinliga bei Borussia Bocholt II wieder dreifach punkten. Anstoß der Partie am Sonntag ist um 15 Uhr. Derweil bleibt die personelle Situation beim Hucklenbrucher Sportverein weiterhin angespannt. Gegen Bocholt kann das Trainerteam lediglich auf neun einsatzfähige Spielerinnen bauen.

Die Langenfelderinnen haben wettbewerbsübergreifend nun fünf Partien in Folge verloren. Der Vorsprung auf die Abstiegsplätze der Niederrheinliga beträgt mittlerweile nur noch drei Punkte, da der SV Walbeck seine Auswärtspartie in Hemmerden mit 1:0 (1:0) für sich entscheiden konnte. Neben der schlechten Form der Hucklenbrucherinnen bereitet die nach wie vor angespannte personelle Situation dem Trainerteam Sorgen. Bereits beim 1:2 (0:2)-Aus im Kreispokal Solingen gegen den Bezirksligisten TSV Solingen am vergangenen Mittwoch konnte Trainer Carsten Kerkhoff nur auf neun einsatzfähige Spielerinnen bauen. Der Kader musste deshalb mit Akteurinnen aus der Reserve aufgefüllt werden.

Nun trifft die Kerkhoff-Elf auf die zweite Mannschaft von Borussia Bocholt. Im Hinspiel trennten sich beide Teams mit einem 1:1-Unentschieden. Nadine Thal traf damals erst in den Schlussminuten zum umjubelten Ausgleich für den HSV. Die Bocholterinnen rangieren zwar auf Platz vier in der Niederrheinliga, können aber nicht mehr in das Aufstiegsrennen eingreifen. Am vergangenen Sonntag unterlag die Borussia zudem beim Tabellenvorletzten, der Spielvereinigung Steele, mit 0:1 (0:1).

Ähnlich wie unter der Woche muss das HSV-Trainerteam den Kader erneut mit Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft aus der Kreisliga A auffüllen, um überhaupt antreten zu können. „Von 22 Kaderspielerinnen stehen uns wieder nur neun zur Verfügung. Wir stricken und gucken, um überhaupt am Sonntag auflaufen zu können“, berichtet Kerkhoff. Vor allem die Ausfälle der Stammverteidigerinnen Sarah Pankau (Bänderverletzung) und Sarah Linker (Nachtschicht) seien schwer zu kompensieren, sagt der Übungsleiter. Zudem kommen einige krankheitsbedingte sowie urlaubsbedingte Ausfälle hinzu.

Die sportliche Zielsetzung für die kommenden Wochen lautet auch deshalb schlicht: „Ohne Verletzte durch das Spiel kommen“. Mehr sei aufgrund der angespannten Situation momentan einfach nicht drin, sagt der 51-Jährige.