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Gladbach: Mamadou Doucouré nach Leidenszeit vor dem Comeback

„Müssen ihn manchmal bremsen“ : Doucouré steht vor seinem nächsten Borussia-Comeback

Mamadou Doucouré steht bei Borussia Mönchengladbach vor seinem nächsten Comeback. Am kommenden Wochenende soll der Innenverteidiger in der U23 Spielpraxis sammeln. Roland Virkus und Adi Hütter äußerten sich zu den Plänen mit dem Franzosen.

Das Rheydter Grenzlandstadion kennt Mamadou Doucouré gut. Sieben seiner bislang 13 Einsätze für das Regionalliga-Team von Borussia Mönchengladbach hat der 23-Jährige schließlich dort absolviert. Am kommenden Samstag wird der Franzose dort wieder auflaufen, sein nächstes Comeback steht vor der Tür.

„Der Plan war schon vergangene Woche, dass er in der U23 aufläuft“, sagte Gladbachs Sportdirektor Roland Virkus am Donnerstag. Die Partie in Rödinghausen musste allerdings witterungsbedingt abgesagt werden. Nun soll Doucouré am Samstag (14 Uhr) gegen Rot Weiss Ahlen erstmals seit eineinhalb Jahren wieder Spielpraxis sammeln. Seine jüngsten Verletzungen, ein Achillessehnenriss und muskuläre Probleme, ließen in dieser Saison noch keinen Einsatz zu. Als er im Januar im Spiel der Profis gegen Union Berlin im Kader stand, wollte Adi Hütter das in erster Linie als Belohnung und Zeichen der Anerkennung verstanden wissen.

Spielfähig wäre Doucouré zum damaligen Zeitpunkt noch nicht gewesen. Nun nimmt er einen neuen Anlauf – und wieder einmal ist damit die Hoffnung verbunden, dass der lange Leidensweg für Doucouré endlich ein Ende hat. Über 1.400 Ausfalltage sind bei ihm in seiner jungen Karriere schon zusammengekommen.

An Motivation mangelt es dem Linksfuß, der 2016 von Paris Saint-Germain gekommen war, trotz der immer wiederkehrenden Rückschläge aber offenbar nach wie vor nicht. „Der Junge ist heiß. Wir müssen ihn manchmal bremsen“, sagte Virkus und attestierte Doucouré eine „unglaubliche Eigenmotivation“.

Doucouré habe bereits früher wieder spielen wollen, Virkus und Hütter hatten daraufhin vor zwei Wochen das Gespräch mit dem Innenverteidiger gesucht. „Manchmal ist es so, dass man zu schnell etwas will, was vielleicht noch warten sollte. Deswegen haben wir mit ihm gesprochen“, so Virkus, der sich noch genau daran erinnert, wie Doucouré einst im November 2018 gegen die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund spielte. „Da war er mit Abstand der beste und auffälligste Spieler auf dem Platz. Ich würde mich freuen, wenn der Junge so wiederkommt. Es ist aber auch klar, dass eine Verletzung etwas mit dir macht“, sagte Virkus.

Doucouré gehörte am vergangenen Wochenende gegen Mainz 05 zum Kader der Profis. Aufgrund seines geplanten Einsatzes gegen Ahlen wird er am Freitag nicht die Reise mit Hütters Mannschaft nach Fürth antreten. „Er ist ein absolut positiver Junge und hat eine Riesenqualität. Ich wünsche mir, dass er verletzungsfrei aus dem Spiel rausgeht. Qualität und Klasse hat er“, sagte Hütter, der sicher nichts dagegen hätte, Doucouré in Zukunft noch häufiger für den Kader nominieren zu können.

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