Fußball: Francisco Carrasco: Der Neue spricht gern viel

Fußball : Francisco Carrasco: Der Neue spricht gern viel

Der Fußball-Landesligist TuSpo Richrath steht vor einem größeren Umbau und sein Trainer vor einer sehr anspruchsvollen Aufgabe.

Auf den Fußball-Landesligisten TuSpo Richrath kommt mit der Verpflichtung des neuen Trainers Francisco Carrasco ein großer Umbruch zu. Ein Grund: Der Coach hat andere Vorstellungen als sein Vorgänger Marek Lesniak, der bis zum Ende der vergangenen Serie auf der Kommandobrücke stand. Die Veränderungen fallen aber besonders beim Blick auf den umgebauten Kader auf — der größer geworden ist.

Sieben Abgängen stehen aktuell zwölf Zugänge gegenüber. "Es blieb uns nichts anderes übrig, als viele neue Spieler zu holen", sagt Carrasco. Die Richrather verloren viele Stammkräfte: Philip Lehnert, Necati Ergül, Dennis Lichtenwimmer, Gabriel Czajor, Wojciech Lesniak, Jens Hülsen und Azzedine Boulahrouz. Diese Lücken galt es zu stopfen, um eine wettbewerbsfähige Mannschaft auf die Beine zu stellen.

TuSpo hat sein Personal durch einen bunten Mix ergänzt. In Marian Walbaum (eigene A-Junioren), Samet Topcu, Seddat Aydogan (beide A-Junioren (FC Monheim) und Burak Gencal (TSV Ronsdorf) holte Carrasco bislang vier Jungspunde ins Team, die er nun mit den älteren Neuen und den gebliebenen Spielern zu einer Einheit formen will. "Wir brauchen eine geschlossene Teamleistung, um erfolgreichen Fußball spielen zu können", betont der TuSpo-Trainer.

Es gibt jedoch deutlich mehr zu tun. Im Mittelpunkt steht die Fitness — und deshalb geht es beim Trainingsauftakt heute zunächst zum Laufen in den Wald. Darüber hinaus sucht der Coach über viele Gespräche den intensiven Kontakt zu seinen Spielern. Carrasco, der bisher im Jugendbereich verantwortlich tätig war, legt bei seiner ersten Senioren-Station viel Wert auf die Kommunikation und das Miteinander. Deswegen läutete ein gemeinsames Grillen die Zusammenarbeit zwischen Team und Trainer ein.

Für die kommende Serie geht es dem TuSpo-Trainer vor allem darum, die richtige Balance zu finden. "Wir müssen schauen, dass wir gut aus den Startlöchern kommen. Wenn es einmal nicht direkt so klappen sollte wie gewünscht, darf man aber auch nicht durchdrehen", betont der 38-Jährige, der das sportliche Ziel für seine Mannschaft ohnehin vorsichtig formuliert.

Weil die bisher drei Landesliga-Gruppen auf zwei reduziert werden, gibt es eine höhere Zahl an Absteigern und dadurch viel mehr Druck im Kampf um den Klassenerhalt. "Wir wollen so schnell wie möglich mit dem Abstieg nichts zu tun haben", sagt Carrasco, "dafür müssen wir trainieren, trainieren, trainieren." Wie erfolgreich die intensive Arbeit bis zum Saisonstart ist, wird direkt die erste Meisterschafts-Aufgabe zeigen. Richrath beginnt am 25. August (15 Uhr) mit der Partie beim FC Remscheid.

(mol-)