Lokalsport: Christopher Kogelbauer ist ins Tempo verliebt

Lokalsport : Christopher Kogelbauer ist ins Tempo verliebt

Der 14-jährige Langenfelder Motorradfahrer macht im ADAC-Junior-Cup auf sich aufmerksam. Rang drei war das beste Karriere-Ergebnis.

Angst ist für Christopher Kogelbauer eher ein Fremdwort. Wenn der 14 Jahre alte Motorradfahrer auf seiner 32 PS starken Aprilia RS 125 sitzt, rast er in der Spitze mit knapp 200 Stundenkilometern die Strecke hinunter. Dass es dabei höchst gefährlich werden kann, ist ihm bewusst — doch selbst Unfälle schrecken den jungen Schüler nicht zurück. "Das ist kein Problem für mich", sagt Christopher furchtlos, "mir ist noch nichts Schlimmes passiert." Vor Kurzem erreichte er beim ADAC-Junior-Cup in Oschersleben mit dem dritten Platz den bisher größten Erfolg in seiner noch jungen Karriere.

Mit acht saß Christopher zum ersten Mal auf einem Motorrad. Damals lernte er noch, im Motocross immer besser mit dem Gefährt umzugehen. Nur ein Jahr später ging der Langenfelder dann beim ADAC-Minibike-Cup an den Start, die vor der Serie Junior-Cup steht. Hier ist Christopher seit dem vergangenen Jahr unterwegs und er erreichte dort als jüngster Teilnehmer auf Anhieb den guten 15. Platz im Feld der 40 Fahrer, die nicht nur aus Deutschland kommen.

Der 14-Jährige betreibt ein intensives Hobby und dabei gehen nicht nur die weiten Reisen an die Substanz. Auch das Fahren auf dem Motorrad sorgt für viel Schweiß unter dem Rennfahreranzug. "Ich gehe dreimal die Woche laufen, um mich fit zu halten", erzählt Christopher. Darüber hinaus gehören Krafttraining und viele andere Sportarten zu seinem Programm.

Das Reisen sowie die Finanzierung des Motorrads und des Zubehörs kosten aber vor allem auch viel Geld. Christopher genießt hier nicht das Glück, irgendwie von namhaften Sponsoren unterstützt zu werden. Weil ihn alleine seine Familie finanziert, kommt seinem aktuellen Erfolg noch mehr Bedeutung zu. Obwohl Christopher auf teure Trainingseinheiten oder ein professionelles Mechanikerteam verzichten muss, belegt er derzeit den fünften Rang in der Gesamtwertung des ADAC-Junior-Cups.

"Wenn du die Möglichkeit hast, viel zu trainieren, wirst du irgendwann gut. Hast du die Möglichkeit nicht, brauchst du das Talent", erklärt Christophers Vater Stephan Kogelbauer, der dabei stolz zu seinem Sohn blickt. Die nächste Möglichkeit, das Talent unter Beweis zu stellen, ist gleichzeitig der Höhepunkt der Serie — das Rennen im Rahmenprogramm der Serie Moto-GP am Sachsenring. Dort wird Christopher sicher alles daransetzen, erneut vorne dabei zu sein. Angst hat er dabei nicht.

(mol-)