Handball: Die SGL: Für Werkmeister eine Herzenssache

Handball : Die SGL: Für Werkmeister eine Herzenssache

Bei den Oberliga-Handballern übernimmt ein Rückkehrer zur neuen Saison eine Doppelrolle in erster und zweiter Mannschaft.

Dennis Werkmeister war schon mal so etwas wie "Mr. SG Langenfeld". Als Kapitän der Handball-Mannschaft, die 2009 in die Verbandsliga aufstieg. Als Trainer der Handball-Reserve und im Nachwuchsbereich. Und als Betreiber des Bistros im Vereinszentrum an der Langforter Straße. Vor drei Jahren brach der Langenfelder aber viele Zelte ab – teils aus beruflichen, teils aus persönlichen Gründen. Nach drei Jahren als Spieler und Trainer beim Nachbarn TSV Aufderhöhe ist Werkmeister allerdings wieder da und er übernimmt bei der SGL eine Doppelrolle als Trainer der zweiten und Co-Trainer der ersten Herren-Mannschaft.

"Das klingt vielleicht ein bisschen abgedroschen, aber für mich ist das eine Herzensangelegenheit", erklärt Werkmeister, der in "seinem" Verein durchaus großes Potenzial sieht. Dass die Langenfelder inzwischen in der Oberliga etabliert sind, hat viel mit dem ehemaligen Trainer Heino Kirchhoff zu tun. Gemeinsam mit dem neuen Chef-Coach Leszek Hoft tritt Werkmeister die schwere Nachfolge an. Und der Ansatz ist dabei etwas anders. "Wir wollen vor allem versuchen, wieder einen stärkeren Zusammenhalt im Verein zu schaffen. Wir können nicht viel Geld für Spieler ausgeben. Wir müssen die Leute über persönliche Kontakte und eine gute Stimmung bekommen", meint Werkmeister.

Wenn möglich, sollen die ersten drei Herren-Mannschaften auf Dauer viel enger verzahnt werden. Deswegen trainieren die Teams weitgehend parallel. Coach der SGL-Dritten (Bezirksliga) ist übrigens Stefan Wagener. Mit dem ehemaligen Mitspieler verbindet Werkmeister eine enge Freundschaft. "Schön wäre es, wenn bei den Heimspielen auf der Tribüne die jeweils anderen Mannschaften sitzen und die Jungs anfeuern", hofft der 30-Jährige. In Zukunft wird bei Heimspielen am Samstag zunächst die dritte, dann die erste und zuletzt die zweite Mannschaft spielen.

Das nächste Ziel, das bei der SGL ganz oben auf der Liste steht, ist eine bessere Förderung der Jugend. "In den nächsten zwei, drei Jahren wird es schwer, da jemanden für die erste Mannschaft rauszubekommen. Wir würden gerne noch mehr für die Ausbildung der Trainer im Jugendbereich tun", erläutert Werkmeister, der hier selbst mit gutem Beispiel vorangeht – und bald die B-Trainer-Lizenz in Angriff nehmen will.

Sehr viel verspricht sich der gelernte Koch zudem von der künftigen Zusammenarbeit mit Leszek Hoft: "Er war mit ein Hauptgrund dafür, dass ich noch mal zurückgekommen bin. Er ist ein ganz eigener Typ und ein Trainer, von dem ich noch viel lernen kann." Mit seiner eigenen Mannschaft hat Werkmeister die Latte bereits recht hoch gelegt. Nach der knapp verpassten Meisterschaft in der vergangenen Spielzeit ist das Saisonziel jetzt der Aufstieg. "Das kommt nicht von mir, sondern von der Mannschaft", betont der Coach, der sich auf der anderen Seite gegen die ehrgeizige Vorgabe nicht wehrt. Klar. Schließlich ist Dennis Werkmeister so etwas wie "Mr. SG Langenfeld".

(RP)
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