Motorsport : Arbeitsplatz Florida

Motorsportler Jörg Bergmeister startet heute beim 24-Stunden-Rennen von Daytona in die neue Saison. Den Titelvon 2009 will er verteidigen – und anschließend auch in der American Le Mans Series an die alten Erfolge anknüpfen.

Jörg Bergmeister hats ganz gut getroffen und er hat erlebt gerade ein interessantes Kontrastprogramm zum deutschen Winter. Milde 20 Grad sind zudem die besten Voraussetzungen fürs 24-Stunden-Rennen in Daytona, mit dem der Langenfelder Motorsportler heute Nachmittag die Saison 2010 beginnt. Bergmeister ist hier erneut als Porsche-Werksfahrer unterwegs – und ehrgeizig wie immer. "Am liebsten gewinne ich", betont der 33-Jährige, der mit der Traditions-Veranstaltung in Florida viele gute Erinnerungen verbindet. Bereits 2002 trug sich Bergmeister als Erster der GT-Klasse in die Siegerliste ein, ehe er 2003 sogar die Gesamtwertung gewann – was immer als echtes Kunststück galt und inzwischen fast unmöglich ist. Im vergangenen Jahr gabs mit Platz eins in der GT-Klasse den dritten Streich.

Zwei Teams und ein Ziel

Die Aussichten auf den nächsten Triumph sind nicht schlecht, zumal erneut eine schlagkräftige Mannschaft zur Verfügung steht – eine Sportehe zwischen den kalifornischen Teams Flying Lizard Motorsports und The Racer's Group. Die Lizards bringen als Fahrer neben Jörg Bergmeister noch Patrick Long und Team-Eigner Seth Neiman ein, während die Racer's Group in Johannes van Overbeek ebenfalls einen Fahrer für den Motorsport-Marathon beisteuert. Alle kennen sich, denn van Overbeek war 2009 noch für die Lizards unterwegs und wurde unter anderem 2007 zusammen mit Jörg Bergmeister immerhin Vizemeister in der American Le Mans Series (ALMS). "Das passt", sagt Bergmeister, "wird sind auf jeden Fall konkurrenzfähig."

Geringer Rückstand

Der siebte Rang aus dem Qualifying (Zeittraining/gestern) war zwar kein Top-Ergebnis, aber auch kein Grund zur Sorge. "Wir waren auf das Renn-Setup fokussiert", sagte Patrick Long, "Platz sieben ist eine respektable Startposition und wir haben schließlich ein 24-Stunden-Rennen zu gewinnen." Bergmeister siehts ähnlich: "In einem solchen Rennen kann alles passieren." Darüber hinaus lag die Qualifying-Zeit (1:49,855) des Porsche 911 GT 3 Cup nicht mal 0,6 Sekunden hinter der GT-Bestmarke (1:49,282).

Daytona ist der Auftakt zur Grand American Rolex Sports Car Series, in der Bergmeister mit dem Sieg in der Prototypen-Klasse (2006) ebenfalls schon brillant unterwegs war. Haupt-Einsatzgebiet für 2010 ist jedoch wieder die ALMS, in der er inzwischen einer der erfolgreichsten Fahrer überhaupt ist. Bergmeisters Motto wird auch hier wieder sein: "Am liebsten gewinne ich."

(RP)
Mehr von RP ONLINE