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Langenfeld: Schlechter Zustand Radweg an der Stadtgrenze zu Hilden

Im Richrather Norden : Für Radfahrer ist an diesem See kein Durchkommen

Dominik Kegel beklagt den schlechten Zustand eines von Radlern und Fußgängern genutzten Wegs durch die Landschaft an der Stadtgrenze zu Hilden.

Um von seinem Wohnort Düsseldorf aus nach Langenfeld zu kommen, müsse er „durch einen See radeln“, klagt Dominik Kegel. Er ärgere sich über den sehr schlechten Zustand des Wegs zwischen der Hildener Stadtgrenze und der Brücke über den Viehbach. Mindestens einmal die Woche radelt der ehemalige Langenfelder Grünen-Ratsherr von Düsseldorf-Oberbilk aus zu Privatbesuchen in die alte Heimat. „Eigentlich ist es eine schöne Strecke zum Radfahren über kleine Straßen in Düsseldorf, Eller Forst, westlich am Unterbacher See und Elbsee vorbei, kurz an der Itter entlang und dann in Richrath über Am Schwarzen Weiher und Jahnstraße ins Langenfelder Zentrum. Seit Jahren sei der eingangs genannte Abschnitt in einem schlechten Zustand. Am Freitag aber sei der Weg „nahezu unpassierbar“ gewesen. „Ein zirka 100 Meter großer See hat das Durchkommen verhindert“, bekräftigt Kegel mit Blick auf das von ihm selbst aufgenommene Foto. „Dabei ist das eine oft genutzte Strecke für den Radfahrer und auch Fußgänger.“ Kegel vermutet, dass Baustellenfahrzeuge den Weg so verdichtet haben, dass das Regenwasser nicht mehr versickern kann. Im Sommer wurde dort an der Stromtrasse gearbeitet.

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Schon seit Jahrzehnten forderten die Grünen im Stadtrat den Ausbau zu einer asphaltierten Radstrecke, merkt Kegel an. „Passiert ist nichts. Die CDU votierte immer dagegen und verwies auf beantrage Landesmittel, die nie flossen.“ Jetzt hoffe er auf die geänderten Mehrheiten seit der Kommunalwahl und hat sich in einem offenen Brief an die Mitglieder des künftigen Verkehrsausschusses gewandt. „Wo ein Wille, da ein Radweg!“, so Kegel in seinem Appell.

Die seit Anfang des Monats im Langenfelder Rathaus als Bau-Fachbereichsleiterin amtierende Andrea Murauer räumte auf Anfrage Handlungsbedarf ein. Der Zustand dieser Strecke ist wirklich schlecht. Seitens der Verwaltung würden wir eine grundlegende Verbesserung für den kommenden Haushalt vorschlagen. „Das wäre im Sinne des in Langenfeld geplanten Radwegeausbaus.“

Ob zuvor der Zustand provisorisch so verbessert werden könne, dass sich bei starkem Regen nicht erneut solch ein unpassierbarer See bildet? „Das müsste geprüft werden, ist aber sicher nicht aus der Portokasse zu zahlen“, antwortete Murauer.

Derweil ruft Kegel auch Langenfelder auf, sich am Fahrradklima-Test des ADFC zu beteiligen, der großen Umfrage zur Situation des Radfahrens in verschiedenen Städten. „Politik und Verwaltung brauchen wissenschaftlich verlässliche Daten, um Entscheidungen zu treffen und Veränderungen anzugehen. Das gilt auch für die Fahrrad-Infrastruktur in Langenfeld.“ Die deutschlandweite Umfrage ende am 30. November. Teilnahme online über www.fahrradklima-test.adfc.de.

(mei)