Kreis Heinsberg: Konzept kommt für Kleinwindkraftanlagen auf Liegenschaften des Kreises

Von Kreis Heinsberger Grünen-Fraktion angeregt : Kreisverwaltung prüft Installation von Kleinwindanlagen

Kreative Ansätze fordern die Grünen im Kreis Heinsberg, um als Kreisverwaltung erneuerbare Energie zu erzeugen. Jetzt wird ein Konzept für Kleinwindanlagen erarbeitet.

Der Kreis Heinsberg prüft, erneuerbare Energie künftig nicht nur mit Photovoltaikanlagen zu erzeugen, sondern ergänzend mit Mikro- und Kleinwindanlagen. Die Grünen-Fraktion hatte dazu einen Antrag in den Kreisumweltausschuss eingebracht. Die Installation solcher Anlagen ist angedacht für kreiseigene Liegenschaften und ehemalige Deponieflächen.

„Wir brauchen kreative Ansätze und Lösungen“, erklärte Ulrich Horst (Grüne) und begründete: „In Nordrhein-Westfalen sind in diesem Jahr bisher erst 14 große Windkraftanlagen in Betrieb gegangen. All deren Nachteile entfallen hingegen bei Kleinwindkraftanlagen. Die waren früher noch ineffizient und störanfällig – das hat sich inzwischen geändert. Sie brauchen wenig Platz, bringen aber gute Leistung. Die Masse macht’s, dann gewinnen wir einige Megawatt.“

Einstimmig beauftragte der Umweltausschuss die Kreisverwaltung, ein Konzept zu erstellen, das zeigt, ob sich solche Investitionen lohnen. In diesem Prozess soll auch das Gespräch mit den ansässigen Energieversorgern gesucht werden, ob sie sich den Betrieb solcher Mikro- und Kleinwindanlagen vorstellen können. Erwin Dahlmanns, Vorsitzender der CDU-Fraktion, sprach von einem „interessanten Gedanken“ und befürwortete wie die anderen Fraktionen den Auftrag an die Kreisverwaltung. Die jedoch bat um ausreichend Zeit, „weil das Thema umfangreich ist und beispielsweise die notwendigen Strömungsmessungen eine ausreichende Zeitspanne brauchen, um Aussagekraft zu erreichen“. Erste Antworten dürfen die Kreispolitiker ab März nächsten Jahres erwarten.