Lokalsport: Rami Ali verteidigt seinen WM-Titel mit K.o.-Sieg

Lokalsport: Rami Ali verteidigt seinen WM-Titel mit K.o.-Sieg

Der Kempener Rami Ali hat seinen Titel als Box-Weltmeister im Cruisergewicht nach dem Verband World Boxing Union (WBU) verteidigt. Statt der vorgesehenen zwölf Runden endete der Kampf gegen den Serben Sinisa Kondic bereits in der vierten Runde: Nach einem schweren Leberhaken ging der Herausforderer zu Boden - Sieg durch Knock-out. Rami Ali feierte damit in seinem 15. Kampf als Profi den 14. Sieg, und 13 Mal bereits endeten die Kämpfe vorzeitig.

Trotz der Umstände im Zuge der Veranstaltung in der Baslar Eventlocation am Bruchfeld - wie berichtet, hatte bei Kontrollen vorab die Polizei mehrere Messer, Schreckschusspistolen und Hiebwaffen sowie Pfefferspray und Drogen sichergestellt und einen Besucher, gegen den ein Haftbefehl vorlag, festgenommen - ließen sich die beiden Kämpfer zunächst nicht aus der Ruhe bringen und boten einen unterhaltsamen Kampf auf Augenhöhe. Kondic präsentierte sich als variabel boxender Gegner, der mit offener Deckung mutig den Kampf suchte und auch mit Treffern gegen Körper und Kopf zu punkten wusste. Ali konterte seinerseits mit ebensolchen Treffern, so das die ersten beiden Runden durchaus ausgeglichen waren. Im dritten Durchgang musste Rami dann zwei Kopftreffer hinnehmen, die ihm durchaus zu schaffen machten. Doch dann drehte er allmählich auf, und seine Schläge wurden härter und präziser.

Im vierten Durchgang wollte Rami es augenscheinlich wissen und drängte auf eine Entscheidung. Nach gut einer halben Minute schickte er mit einem Leberhaken, seiner Spezialität, den Serben erstmals zu Boden. Dieser rappelte sich noch einmal auf, doch dann bot Ali ein Feuerwerk aus schnellen Schlägen und wirkungsvollen Treffern, die letztlich in einem erneuten schweren Lebertreffer gipfelten - Sinisa Kondic ging K.o., der Kampf war entschieden - und Rami Ali bleibt Weltmeister.

(oli)
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