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Lokalsport: Die Fußball-Wechselbörse

Lokalsport : Die Fußball-Wechselbörse

In der Nacht zu Sonntag endete im Amateurfußball die Wechselfrist. Die meisten Vereine haben ihre Planungen für die kommende Spielzeit abgeschlossen. Einige sind noch auf dem Transfermarkt tätig. Die Wechsel in der Übersicht.

Neben den Etablierten, nämlich Schwarz-Weiß Essen, VfB Speldorf und VfB Homberg, zählen bei einem Blick auf die Transferaktivitäten der SV Hönnepel-Niedermörmter, Jahn Hiesfeld und wieder mal der Dauerbrenner, die TuRu aus Düsseldorf, in der Oberliga zu den Aufstiegsaspiranten. Ob der VfL Rhede, das Überraschungsteam der vergangenen Spielzeit, wieder ein Wörtchen mitspricht, wird allein schon wegen der klammen Kasse bezweifelt. Und die nicht aufstiegsberechtigte U23 von Rot-Weiß Oberhausen wird allgemein auch nicht mehr so stark eingeschätzt, zumal sie durch den Abstieg der Ersten an Wertigkeit eingebüßt hat. Bei Germania Ratingen stimmen seit Jahren trotz erheblicher Anstrengungen Anspruch und Wirklichkeit nicht. Da muss, wie auch bei Wuppertal II oder Sonsbeck, abgewartet werden.

Nicht nur von der Quantität, was auch nötig war, sondern auch von der Qualität, hat Aufsteiger VfR Fischeln mächtig draufgesattelt. Allerdings sind alle Planungen wegen des frühen Saisonanfangs noch nicht abgeschlossen, sagte Präsident Thomas Schlösser gestern im Gespräch mit unserer Zeitung. Ein Stürmer steht durchaus noch zur Debatte, wobei es zwei Kandidaten geben soll — einer davon ist Uerdingens Jochen Höfler, bestätigte Schlösser, der andere soll in Krefeld auch kein Unbekannter sein. Aber diese Suche kann sich durchaus noch hinziehen. Mehr als nur gut bestückt ist das Mittelfeld. Außerdem baut der Neuling auch auf eine gewisse Euphorie, die zwangsläufig an der Kölner Straße Einzug gehalten hat und die auch gestern beim Trainingsauftakt deutlich spürbar war. Das Interesse am VfR scheint jedenfalls groß zu sein, was die derzeitigen neun Testspieler beweisen. Mal schauen, ob Trainer Josef Cherfi da noch einen Spieler hinzu bekommt.

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Die ganz große Unbekannte in diesem Jahr ist der KFC Uerdingen. Stand gestern Nachmittag hatte der KFC mit Torwart Sascha Samulewicz erst einen Neuzugang unter Vertrag. Aus dem bisherigen Kader bleiben bislang Jonas Kremer, Ersan Tekkan, Marc-André Nimptsch, Monir Ibrahim sowie Musa Celik — macht offiziell zwei Skatrunden. Bleiben sollen außerdem noch Jan Pirschel, Markus Keppeler, Arda Yavuz, Kosi Saka und Emrah Uzun. Da bleibt noch reichlich Spielraum, auch wenn die Zeit knapp wird. Denn das Auftakttraining soll in dieser Woche sein. Angeblich soll aber es mit mehr als einem Dutzend Spielern mündliche Einigungen geben — und zahlreiche Akteure haben um die Teilnahme am Probetraining gebeten. "Wir haben eine Liste von 25 Spieler, die in Frage kommen. Das wird jetzt Schlag auf Schlag gehen", sagte KFC-Boss Lakis gestern Abend im Gespräch mit unserer Zeitung. Bei einem der Zugänge soll es sich um einen griechischen Innenverteidiger handeln, der in seinem Heimatland schon in der höchsten Spielklasse aktiv gewesen ist und bereits im vergangenen Winter im Gespräch war.

Wer das Training künftig leiten wird, ist immer noch unklar. Die beiden Interimstrainer Erhan Albayrak und Ronny Kockel sieht Vereinsboss Lakis, der die Trainersuche einmal mehr zur Chefsache gemacht hat, allenfalls als Lösungen für die Co-Trainerstelle. "Ich hätte gerne heute einen neuen Cheftrainer verkündet. Ich habe am Samstag ein sehr langes Gespräch mit einem Kandidaten gehabt, der aber am Montag noch etwas abklären muss. Wenn nichts mehr schief geht, haben wir einen", sagte Lakis. Dass es sich dabei um den Niederländer Eric van der Luer handelt, der zuletzt als Co-Trainer von Peter Hyballa bei Alemannia Aachen gearbeitet hat, bestätigte Lakis nicht, doch alle Anzeichen sprechen dafür.

(RP)